Grab und Bestattung
Das Friedhofs- und Bestattungswesen wird in seinen Erscheinungsformen sehr stark durch Traditionen beeinflusst. Dennoch gibt es auch hier Veränderungen. So gab es bis zur Jahrhundertwende 1900 in Braunschweig nur Erdbestattungen. 1915 wurde dann die Feuerbestattung eingeführt. Auf dem Braunschweiger Hauptfriedhof sind heute sowohl Erdbestattungen als auch Urnebestattungen in Wahl- oder Reihengrabstätten möglich. Außerdem wurden sog. Urnenhaine eingerichtet. Dort, wie auch im Rasengrabfeld, kann jeder seine letzte Ruhestätte finden, der ein namenloses Grab wünscht. In der Rasenanlage, die von immergrünen Gehölzen und Pflanzengruppen umschlossen wird, steht eine Statue, an der Blumen niedergelegt werden können.
Anonyme Bestattung
Es soll aber nicht verschwiegen werden, dass die anonyme Bestattung für manche Hinterbliebenen problematisch und belastend sein kann. Auch deshalb wurden auf dem Braunschweiger Hauptfriedhof Gräberfelder eingerichtet, in denen mehrere Gräber ein gemeinsames Mal erhalten, auf dem die Namen der Verstorbenen verzeichnet sind. So bleibt das Andenken an die einzelne Person gewahrt. Die Beisetzung der Särge oder Urnen kann dann auch, anders als bei der anonymen Bestattung, in Gegenwart der Angehörigen erfolgen. Zusammen mit den immergrünen bodendeckenden und einheitlich gestalteten Pflanzungen ist in diesen schlichten Grabstätten eine würdige Form des Totengedenkens gefunden.
Nähere Auskünfte über die unterschiedlichen Bestattungsformen erhalten Sie im Friedhofsamt des Braunschweiger Hauptfriedhofs, Helmstedter Str. 38, 38126 Braunschweig, Tel. 0531/ 27 37 00 oder in der Verwaltung des Hauptfriedhofs, Helmstedter Str. 38, 38126 Braunschweig, Tel. 0531/ 2 73 70 12.


