Rumänienhilfe - ein viel Tatkraft erforderndes Gemeindeprojekt
In St.Jürgen/Ölper und im Schwarzen Berg wird vieles gesammelt, gepackt und weit ausgefahren
Werner Seelemeyer erinnert sich noch, als wäre es gestern gewesen: wie er 1988 als Begleiter eines kirchlichen Hilfstransportes 2200 km nach Rumänien mitfuhr. Er erzählt begeistert von der dort damals erfahrenen Gast-
freundschaft und vom Kennenlernen der Familien Clipa und Morar im Bezirk Suceava. Sie stehen ihm auch heute noch helfend zur Seite.
Wieder zurück in Ölper fasste er den Entschluss, eine langfristige Hilfe für Projekte in Rumänien zu organisieren. Er fand Mithelferinnen und Mithelfer in seiner St.Jürgengemeinde, aber auch in der benachbarten Christusgemeinde Am Schwarzen Berge. Vor allem aber steht ihm seither ununterbrochen sein langjähriger Freund Joachim Viedt bei.
Und so haben seit 1989 über 15 Personen die gespendeten und gekauften Hilfsgüter sortiert, auf ihre Trag- und Nutzfähigkeit geprüft, sie sachgerecht verpackt und verladen. Und mehr als 20 Personen haben die jeweiligen Transporte seither begleitet. Etwa 84000 km wurden verfahren, wobei Grundnahrungsmittel für etwa 50000 Euro transportiert wurden und geschätzte 200 Tonnen sonstiger gesammelter Hilfsgüter.
Seit 1997 arbeitet die Hilfe aus Ölper mit der 'Fundatia Umanitara' in Buda zusammen. Sie ist eine staatlich anerkannte Organsiation, die die angelieferten Dinge vor Ort gerecht und situationsabhängig verteilt. Beson-
ders bemerkenswert ist, dass die in der Leitung der 'Fundatia' Tätigen genauso ehrenamtlich arbeiten, wie die Helferinnen und Helfer aus Ölper und vom Schwarzen Berg. Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung bei
den Fahrten trägt auch jeder selbst.
Werner Seelemeyer hat den rumänischen Beitritt zur EU positiv gespürt: "Es fielen die lästigen und zeitraubenden Wartezeiten an den Grenzübergängen weg und auch die Speditionskosten..." Geblieben sind freilich die nicht geringen Benzinkosten. Leider werden sie nicht mehr -wie früher- von Firmen gesponsert. Seelemeyer würde dieses Geld lieber in weiteren Hilfsgütern anlegen, z.B. für ein recht verwahrlostes Altersheim und das Krankenhaus in Zvoristea.
Einmal im Jahr, meist kurz vor dem Transport, wird in Ölper ein Rumänientag veranstaltet. Dort gibt es Informationen für die Spender, Nachrichten von bekannten Familien in Rumänien und notwendige Absprachen werden getroffen.
Service:
Ev.-luth.St.Jürgengemeinde
Rumänienhilfe
Kontakt: W.Seelemeyer
Tel. 503200


