Propstei Braunschweig
31.07.10

Die Quellen der Reformation treffen sich in Melverode

Ein ungewöhnlicher Arbeitskreis trifft sich monaltich in der Dietrich Bonhoeffer Gemeinde

'Zurück zu den Quellen', eine Parole, die im Laufe der Zeiten immer wieder ausgegeben wurde und die in den verschiedensten Bereichen auf fruchtbaren Boden fiel und einerseits zu neuen Entdeckungen führte, die
andererseits aber auch Bestätigungen mit sich brachte. Auf jeden Fall war es stets eine lohnende Sache, sich mit den 'Quellen' zu beschäftigen. Auch die ev.-luth. Kirche tut gut daran, sich ihrer Ursprünge zu erinnern und diese in den Auseinandersetzungen unserer Zeit ernst zu nehmen. In der Bonhoeffergemeinde Melverode haben sich Menschen dieser Quellenarbeit verschrieben.
An Mittwoch Abenden, die von Monat zu Monat verabredet werden (und die in den Schaukästen und im Gemeindebrief bekannt gemacht sind), treffen sich seit dem Januar dieses Jahres von 20-21 Uhr 10 Teilnehmer,
die etwas erfahren und lernen wollen. Gemeindepfarrer Dr.Manfred Korn erläutert: "Die Abende sind so gehalten, dass sie zwar in einen grösseren Zusammenhang gehören, aber jeweils selbständig sind, so dass ein Einstieg jederzeit möglich ist. Es wird dabei eine reformatorische Schrift thematisiert. Ein Referat gibt einen Überblick - daran schliesst sich die Diskussion an."
Zunächst hatte man sich mit den Schmalkaldischen Artikeln befasst, einer von Luther verfassten Schrift. Als nächstes sollen Texte des Schweizer Reformators Calvin an die Reihe kommen, aber auch nicht so bekannte Theologen der frühen Zeit des Protestantismus sollen berücksichtigt werden. Auf die Frage, ob er schon ein vorläufiges Resüme ziehen könne, antwortet Dr.Korn: "Das Ziel ist, wirklich etwas dazu zu lernen. Wir lesen Texte, die normalerweise nur Fachleute kennen. Die Texte werden in Zusammenfassungen zugänglich gemacht..." Einer,
der Teilnehmer, Jürgen Stadermann ergänzt: "Mir stärken die Texte das Rückgrat, damit ich in Fragen des Glaubens kompetenter mitreden kann." Herr Maximilian Rathke stimmt dem zu: "Durch die Beschäftigung mit den Quellen der Reformation findet man seine eigene Identität und wird sprachfähig mit anderen Religionen." Ein anderer Teilnehmer verspricht sich, die großen Kirchengebäude als Ausdruck der Kultur besser zu verstehen, wenn er den Glauben derer erfasst, die sie gebaut haben.

Service:
Ev.-luth. D.Bonhoeffer Gemeinde
-Arbeitskreis Quellen der Reformation-
Görlitzstr.17, Tel. 2611880 oder 601324

Verfasser: Pfarrer Wolfgang Jünke