Propstei Braunschweig
11.04.17

Herrschen heißt dienen

Landesbischof kritisiert in seiner Osterbotschaft die Machtansprüche von Autokraten

Landesbischof Dr. Christoph Meyns. Foto: Klaus G. Kohn

Braunschweig/Wolfenbüttel. Landesbischof Dr. Christoph Meyns hat sich gegen die Machtansprüche von Diktatoren und Autokraten gewandt. Gegen alle Versuche, durch Unterdrückung zu herrschen, rufe der österliche Glaube stattdessen in den Dienst am Nächsten, schreibt er in seiner Osterbotschaft an die Gemeinden der Landeskirche Braunschweig. Für Christen sei der gekreuzigte Christus der wahre König der Welt.

Ostern, so der Landesbischof, sei ein „Ruf in den Widerstand, ein trotziges Glauben gegen bedrängende Realitäten“. Gegen das Erleben von Hass und Gewalt verkündige Ostern den Frieden Gottes und die Macht seiner Liebe.

Meyns warnt außerdem davor, sich abfällig über Flüchtlinge, Migranten und Menschen anderer Kultur zu äußern oder gar „mit rassistischen Vorurteilen“ Hass zu schüren. „Dies kann niemals zu einem friedlichen Zusammenleben beitragen.“ Flüchtlinge bräuchten über die Zeit der akuten Not hinaus unsere Unterstützung und Begleitung.

Osterbotschaft im Wortlaut

Verfasser:Michael Strauss