Propstei Braunschweig
19.04.17

Braunschweiger Dom erhält bis Ende Oktober ein neues Dach

Die Landeskirche investiert 650 000 Euro

Dom wird eingerüstet

Der Braunschweiger Dom erhält ein neues Dach. Bis Ende April soll das Baugerüst stehen. Anschließend, im Mai, kommen die Dachdecker und decken das Hauptschiff der Kirche und auch die Seitenschiffe.
Das steile Satteldach über dem sogenannten "Langhaus" der Kirche und auch die Seitenschiffe mit ihren Zwerchgiebeln seien seinerzeit mit der bekannten Braunschweiger Pfanne, genauer: dem sogenannten Linkskremper, eingedeckt worden, ein altes Ziegelmodell, das sich noch auf vielen historischen Gebäuden befindet, heute aber nicht mehr verwendet wird. Die Steine sind rissig oder weisen Abplatzungen auf. Hinzu komme ein teils maroder Innenverstrich der Ziegel. Dadurch sei zuletzt immer wieder Feuchtigkeit in den Dom gelangt und haben die alten Wandmalereien gefährdet.
Das Hauptschiff des Doms soll komplett neu eingedeckt werden - und zwar wieder mit naturroten Krempziegeln, wie sie schon bei der Burg nebenan verwendet wurden. Und auch die Dächer der Seitenschiffe sollen, so weit erforderlich, neue Ziegel erhalten. Geplant sei hier jedoch, so viele alte Ziegel wie möglich wiederzuverwenden.
Um den Dom dicht zu bekommen, soll das Dach der Kirche künftig als Harzer Doppeldach ausgeführt werden. "Auf die Sparren kommt eine 2,4 Zentimeter dicke Schalung mit Rauspundbrettern, die aufgeschraubt werden. Das Ganze wird dann mit einer Bitumenbahn abgedichtet. Dann erst kommen die Ziegel auf die Latten." Vorteil dieser Eindeckung: Die Ziegel müssen zum einen nicht mehr eingestrichen werden. "Zum anderen gelangt kein Regenwasser mehr in den Dom, sollte ein Ziegel mal kaputt gehen
Ende Oktober, heißt es, sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Verfasser:Braunschweiger Zeitung, N.Jonscher