Propstei Braunschweig
15.07.17

Pröpstin Uta Hirschler am 15.07.2017 in der nb

Ökumene

Wege gehen Menschen im Leben manchmal gemeinsam, manchmal getrennt. Für evangelische und katholische Christen gab es seit dem großen Gottesdienst in Lund am Reformationstag 2016 (mit Vertretern des Lutherischen Weltbundes und dem Papst) viele Stationen gemeinsamer Begegnung. Dazu gehören die Gottesdienste unter der Überschrift „Erinnerung Heilen – Jesus Christus bezeugen“, die am 11. März in Hildesheim, am 12. März in Braunschweig und an manchen anderen Orten gefeiert wurden. Das Sternpilgern am Pfingstmontag als ökumenischer Beitrag des Bistums Hildesheim und der Landeskirche Braunschweig zum Jahr der Reformation, der Besuch von Bischof Feige in der evangelischen Kirchengemeinde St. Pauli Mitte Juni und die vielen, längst eingespielten ökumenischen Aktivitäten in unseren Kirchengemeinden und Pfarreien gehören ebenso dazu.
Und doch bleibt auf beiden Seiten Arbeit zu tun. Wie auf einer längeren Wanderung braucht es gute Planung und das Einhalten von Verabredungen, um sich wieder zu treffen und die Reise zum Erfolg werden zu lassen.
Schon bei der Planung ist es wichtig, voneinander zu wissen, was die jeweils anderen unterwegs vorhaben. Dann können für die vorgesehenen Treffpunkte jeweils Ort und Zeit so festgelegt werden, dass sie allen gerecht werden. Ohne Kompromisse und Verständnis geht das nicht. Aber es vermeidet langes Warten an Treffpunkten und erspart eine Menge Ärger, hier oder dort schon im Vorhinein einen Abstecher oder eine zusätzliche Pause einzuplanen.

Letztlich entscheidet sich der Erfolg des gemeinsamen Weges daran, ob allen Beteiligten am gemeinsamen Projekt so viel liegt, dass sie dafür Kompromisse eingehen, verlässlich einhalten und die Begegnungen wertschätzen. Ich bin gespannt, ob es gelingt, dass aus den gelungenen Begegnungen und Treffpunkten der Weg nach dem Reformationsjubiläum weiter führt.


Verfasser:Pröpstin Uta Hirschler