Propstei Braunschweig
05.09.20

Mediale Kommunikation ausbauen

Landeskirche will Möglichkeiten der Digitalisierung stärker nutzen

Michael Strauß, Pressesprecher der Landeskirche, bei seinem Vortrag vor der Landessynode. Foto: Agentur Hübner

Wolfenbüttel (epd). Die Corona-Pandemie hat nach Auffassung des braunschweigischen Kirchensprechers Michael Strauß bei der Kirche einen digitalen Schub ausgelöst. Nach dem anfänglichen Schock darüber, dass persönliche Begegnungen eingeschränkt oder ausgesetzt wurden, hätten die Akteure der Landeskirche verstärkt begonnen, mit den digitalen Medien zu experimentieren, sagte Strauß am 5. September bei der Tagung der Landessynode in Wolfenbüttel.

Viele hätten das Potenzial der Videoplattform Youtube entdeckt. Dabei seien kurze Besinnungen und Statements bis hin zu Andachten und Gottesdiensten auf dem Portal hochgeladen worden. Das Portal "Digitale Kirche" auf der landeskirchlichen Homepage sei ein gelungenes Beispiel für eine vernetzte Kirche, sagte Strauß. Alle Bewegtbild-Angebote würden in einer Schnittstelle gesammelt und direkt auf der Webseite ausgespielt. Zunehmend würden dort auch Facebook-Kanäle aus der Landeskirche präsentiert.

Zukünftig soll die mediale Kommunikation dem Sprecher zufolge weiterentwickelt und ausgebaut werden. Um in der Fläche der Landeskirche besser aufgestellt zu sein, sollen zwei Stellen für Medienkommunikation geschaffen werden. Darüber will die Synode im November beraten.

Der Finanzausschussvorsitzende Sebastian Ebel begrüßte das Vorhaben. Gerade in Zeiten von Corona habe die interne und externen Kommunikation eine größere Bedeutung bekommen. Der Synodale Thomas Ehgart forderte, dass sich die Synode insgesamt intensiver mit dem Thema Medien beschäftigen sollte. Nach Ansicht des Synodalen Kay Florysiak ist es durch die digitalen Medien viel leichter geworden, gleichzeitig viele Menschen zu erreichen. Damit werde die Kirche ihrem Verkündigungsauftrag gerecht.

Verfasser: Evangelischer Pressedienst