Propstei Braunschweig
04.05.21

Ulrike Block-von Schwartz gestorben

Sie war von 1992 bis 1999 Frauenbeauftragte der Landeskirche

Ulrike Block-von Schwartz. Foto: Florian Kleinschmidt/Braunschweiger Zeitung

Braunschweig. Die erste hauptberufliche Frauenbeauftragte der Landeskirche Braunschweig, Ulrike Block-von Schwartz, ist tot. Sie verstarb am Freitag, 30. April, im Alter von 82 Jahren, wie die Familie mitteilte. Als Frauenbeauftragte wirkte sie von 1992 bis 1999 und setzte in ihrer Zeit zahlreiche Impulse, die in der Landeskirche die Gleichstellung von Frauen und Männern nachhaltig gefördert haben. So geht unter anderem auf ihre Initiative das Gemeinschaftsförderungsgesetz zurück, das die Landessynode 1995 beschlossen hat.

Ulrike Block-von Schwartz engagierte sich auf vielfältige Weise dafür, dass die Beteiligung von Frauen in den Leitungsorganen der Landeskirche sowie in der Pfarrerschaft erhöht wurde. Heute sind fast 40 Prozent der Pfarrpersonen in der Landeskirche weiblich, im Vergleich zu rund zehn Prozent in den 1990er Jahren. Auch ein „Kirchen-Frauen-Konvent“, der das Gespräch zwischen den kirchlichen Berufsgruppen fördern wollte, verdankte sich dem Impuls der Frauenbeauftragten.

Ulrike Block von Schwartz hatte das Amt 1992 von Anne Edeling-Unger übernommen, die als erste Frauenbeauftragte einer evangelischen Landeskirche ehrenamtlich tätig war. Edeling-Unger verstarb 2017. Seit dem Jahr 2000 übernahm Gudrun Hermann die Aufgabe als Gleichstellungsbeauftragte, bis sie 2008 in Ruhestand ging. Seitdem kümmert sich eine „Kammer für Gleichstellungsfragen“ um die Belange von Männern und Frauen in der Landeskirche. Seit dem 1. November 2020 gibt es mit Evelyn Samwer zudem wieder eine neue hauptamtliche Mitarbeiterin für Gleichstellungsfragen im Personalreferat des Landeskirchenamtes.

Verfasser: Michael Strauss