Propstei Braunschweig
20.11.21

Geschlechtergerechte Sprache verwenden

Landessynode setzt Zeichen gegen Diskriminierung in Kommunikation

Nicolas Schlüter vor der Landessynode. Foto: Klaus G. Kohn

Braunschweig (epd). Das Parlament der braunschweigischen Landeskirche hat sich am Samstag, 20. November, dafür ausgesprochen, in der Kommunikation künftig eine diskriminierungsfreie, geschlechtergerechte und diverse Sprache zu benutzen. Es gehe um Gleichberechtigung, Wertschätzung und Sichtbarkeit, sagte der Synodale Nicolas Schlüter, der den Antrag für den Ausschuss für Ökumene, Mission und Diakonie einbrachte. „Sprache kann verbinden, aber auch ausschließen“, betonte Schlüter. Von den 37 in der Stadthalle Braunschweig anwesenden Synodalen stimmten 36 dafür, es gab eine Enthaltung.

Die detaillierte Ausgestaltung der diskriminierungsfreien Sprache, etwa mit Blick auf die Verwendung des sogenannten Gender-Sterns, soll weiter beraten werden. Die Synodalen beauftragten das Landeskirchenamt bis zur Herbsttagung im November 2022 entsprechende Vorschläge zu erarbeiten.

Bis dahin sollen in der Landeskirche Braunschweig die Empfehlungen für eine geschlechtergerechte Sprache der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und für Gesetzestexte die Vorgaben des Bundesjustizministeriums als Richtschnur dienen.

Verfasser: Michael Strauss