Propstei Braunschweig
04.09.17

Den Traum vom Frieden bewahren

Landesbischof Meyns predigte im Ökumenischen Gottesdienst beim Tag der Niedersachsen in Wolfsburg

Landesbischof Meyns bei seiner Predigt in Wolfsburg. Foto: Gunnar Schulz-Achelis /HkD

Wolfsburg (epd). Landesbischof Christoph Meyns hat dazu aufgerufen, die Hoffnung auf Frieden als Ansporn für die Hilfe von Menschen aus Kriegsgebieten zu nehmen. Das betreffe die vergleichsweise wenigen Flüchtlinge in Deutschland aber besonders diejenigen, die in den großen Lagern in Kenia, der Türkei, Jordanien und im Libanon lebten, sagte der evangelische Theologe am 3. September bei einem ökumenischen Gottesdienst zum "Tag der Niedersachsen" in Wolfsburg. Am meisten seien die Menschen betroffen, die in den Ländern selbst leiden müssten.

Angesichts der vielen Konflikte in Syrien, im Irak, in Afghanistan, im Sudan und anderswo bewege viele der Traum vom Frieden, betonte Meyns. "Wir als Christen geben die Hoffnung nicht auf, dass Menschen lernen, friedlich miteinander zu leben, so wie wir es nach zwei Weltkriegen schließlich in Europa gelernt haben."

Zum 35. "Tag der Niedersachsen" waren den Organisatoren zufolge mehr als 300.000 Besucher in Wolfsburg. Auf einer insgesamt 1,7 Kilometer langen Festmeile stellten sich Vereine, Verbände und Organisationen aus Sport, Jugendkultur, Technik, Umwelt und regionaler Kultur mit rund 200 Ständen vor. Die Kirchen präsentierten sich unter dem Motto "Mehr Himmel auf Erden" mit einer ökumenischen Kirchenmeile. Kulturelle, missionarische und karitative Initiativen gaben Einblicke in ihre Arbeit.

Mit dem "Tag der Niedersachsen" feiert das Land seit 1981 seine Kultur, Geschichte und Vielfalt. Bis 2015 fand die Veranstaltung jährlich statt, seitdem nur noch alle zwei Jahre. Zum bislang letzten Landesfest in Hildesheim kamen rund 320.000 Gäste.

Predigt im Wortlaut

Verfasser: Evangelischer Pressedienst