Propstei Braunschweig
27.04.18

Kirche schafft neue Stellen

Diakone sollen Vernetzung und Kooperation in Sozialräumen unterstützen

Diakon Heiko Grüter-Tappe bei einem Schulprojekt mit Flüchtlingen. Foto: Jörg Scheibe

Wolfenbüttel. Die Landeskirche Braunschweig verstärkt ihre Kinder- und Jugendarbeit sowie ihr Engagement für Familien, Schüler und Menschen mit Beeinträchtigungen. Sie hat sechs Stellen für Diakoninnen und Diakone ausgeschrieben, die in diesen Bereichen tätig werden sollen. Die Initiative geht auf einen Beschluss der Landessynode zurück, die im November 2017 ein Programm zur Förderung diakonischer Arbeitsfelder beschlossen hatte. Bei den Ausschreibungen handelt es sich um vier volle und zwei halbe Stellen.

Wie Landeskirchenrat Jörg Willenbockel (Wolfenbüttel) erklärte, seien in den vergangenen Wochen 15 Projektanträge aus dem Raum der Landeskirche eingegangen, die vom Landeskirchenamt geprüft wurden. Sechs Projekte seien für eine Förderung ausgewählt worden. Willenbockel zeigte sich beeindruckt von der Qualität aller Anträge. Die Auswahl sei dem Landeskirchenamt nicht leichtgefallen. Entscheidende Kriterien seien am Ende Reichweite, Effizienz und die die Aussicht auf eine möglichst große Wirkung gewesen.

Die neuen Stellen sollen vor allem der Vernetzung und Kooperation in Sozialräumen dienen. So ist eine halbe Stelle für die Förderung der Inklusion in Kindertageseinrichtungen und Familienzentren in der Region Salzgitter vorgesehen. Eine weitere Stelle soll der Weiterentwicklung des Jugendzentrums „Phoenix“ in Bad Gandersheim zu einem Jugend-Kultur-Zentrum dienen. In Wolfenbüttel wird mit einer halben Stelle die Stadtteilarbeit der Martin-Luther-Gemeinde unterstützt. Und in Braunschweig wird ein Gemeinschaftsprojekt von Propstei und Kirchengemeinde St. Magni gefördert. Dort ist eine Stelle im Bereich der Offenen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen vorgesehen.

Außerdem unterstützt die Landeskirche mit einer neuen Stelle religionsbezogene Projekte in der Schule in Kooperation mit Lehrkräften und Kirchengemeinden. Darüber hinaus soll eine Person die Kirchengemeinden unterstützen, ihre Arbeit für das Gemeinwesen zu entwickeln.

Alle Projektstellen, so Landeskirchenrat Willenbockel, seien auf fünf Jahre befristet. Ihre Besetzung soll zum 1. Januar 2019 erfolgen. Die neuen Mitarbeitenden hätten danach jedoch die Chance, auf reguläre Diakonenstellen zu wechseln, die durch Eintritte in den Ruhestand frei werden.

Verfasser: Michael Strauss