Propstei Braunschweig

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12.04.19

Religionsfreiheit weltweit bedroht

Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Niedersachsen in Vechta

Volker Beck, Sabine Dreßler und Matthias Blümel (v.l.) im Kreis der niedersächsischen Kirchenvertreter in Vechta. Fotos: Ludger Heuer / Matthias Borchert

Vechta/Wolfsburg. Das Verhältnis zwischen Christen und Muslimen sei in vielen Ländern massiv beschädigt, erklärte Oberkirchenrätin Sabine Dreßler vom Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bei der jüngsten Tagung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Niedersachsen (ACKN) in Vechta. Bei ihrer Tagung beschäftigten sich die Kirchenvertreter mit dem Thema Religionsfreiheit. Oberkirchenrätin Dreßler stellte dabei den "Ökumenischen Bericht zur Religionsfreiheit von Christen weltweit" der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) und EKD vor.

In den letzten Jahren habe sich die Situation für Christen in vielen Ländern deutlich verschlechtert, erklärte Dreßler. Besonders schlimm sei es im Nahen Osten und in Nordafrika. Terrormilizen „betrachten westliche Bildung als Sünde, und das Christentum gehört für sie dazu.“ Die Zusammenarbeit mit Kirchen des Nahen Ostens sei in den vergangenen Jahren deutlich verstärkt worden. Damit Christen in ihrer Heimat bleiben oder dorthin zurückkehren könnten, brauche es eine christlich-muslime Zusammenarbeit. „Wenn wir uns als Kirchen für Religionsfreiheit einsetzen, dann schließt das Angehörige anderer Konfessionen und Glaubensgemeinschaften ein, weil diese Freiheit ein Menschenrecht ist, das allen zusteht“, unterstrich die Referentin.

In einem weiteren Vortrag sprach der ehemalige Bundestagsabgeordnete Volker Beck, Dozent für Religionspolitik an der Ruhr-Universität Bochum, über Fragen der Religionsfreiheit und deren ethischen Grundlagen in Deutschland. Propst i.R. Matthias Blümel (Wolfsburg), Vorsitzender der ACKN, betonte, Religionsfreiheit sei ein „elementares und unveräußerliches Menschenrecht“.

Verfasser: red/Heuer