Propstei Braunschweig

Nachricht

07.10.19

Bei der Nation nicht einig

Kirchenmagazin zur deutschen Einheit 30 Jahre nach der Grenzöffnung

Die neue Ausgabe des Magazins "Evangelische Perspektiven".

Braunschweig/Magdeburg. Ost- und Westdeutschen fehlt ein gemeinsames Verständnis der Nation. Das sagt Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, in der neuen Ausgabe des Magazins „Evangelische Perspektiven“ der Landeskirche Braunschweig. Das ostdeutsche Verständnis von Nation sei positiver zumindest als das der west-deutschen Eliten. Die Nation sei für die Ostdeutschen außerdem ein Ordnungsfaktor, so Haseloff. Sie hätten die Wiedervereinigung in dem Bewusstsein erlebt, „dass die Nation geheilt wurde“.

Der Ministerpräsident erklärt, dass die Erfolge der AfD in Ostdeutschland größer seien, weil es hier mehr Menschen gebe, die in sozial schwierigen Verhältnissen leben. Grundsätzlich sei der Rechtsextremismus aber ein gesamtdeutsches Phänomen: „Die Westdeutschen können ihre Verantwortung dafür nicht an die Ostdeutschen delegieren.“ Die neue Ausgabe der „Evangelischen Perspektiven“ befasst sich mit 30 Jahren deutscher Einheit. Teile des Gebietes der Landeskirche Braunschweig gehörten bis 1989 zur DDR.

Erneut finden sich zusätzliche Informationen, Interviews und Hintergründe zum Titelthema auf dem YouTube-Kanal der „Evangelischen Perspektiven“.

In einer Reportage erinnern sich Pfarrer und Mitarbeitende der Kirche an ihre Erfahrungen aus der Zeit der Grenzöffnung vor 30 Jahren in der Region Blankenburg im Harz. Die Gemeinden dort sind wieder Teil der Landeskirche Braunschweig, nachdem sie Jahrzehnte lang zu Landeskirchen in der DDR gehört hatten.

Die neue Ausgabe beschreibt außerdem das Engagement der Hilfsorganisation „Brot für die Welt“ im Braunschweiger Land. Sie fragt darüber hinaus nach Akzenten, die das „Netzwerk Christen“ beim Automobilhersteller Volkswagen in Wolfsburg setzen kann.

Die „Evangelischen Perspektiven“ sind wieder kostenlos an alle haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden in der Landeskirche versandt worden. Das Magazin ist auch als digitale Ausgabe auf dieser Internetpräsenz  verfügbar.

youTube-Video zum Titelthema

pdf-Ausgabe zum Lesen am Bildschirm

 

 

Verfasser: Michael Strauss