Propstei Braunschweig
12.12.20

„Hier gibt es immer was zu tun“

Vanessa Pleiß absolviert ein freiwilliges soziales Jahr im Stadtjugenddienst und im Kiez

Beratung mit Maske: Vanessa Pleiß im Weltladen des Stadtjugenddienstes

Vanessa Pleiß liebt Trubel und Abwechslung, ist nicht gern allein und sie mag Kinder. Das sind ideale Voraussetzungen für einen freiwilligen sozialen Dienst im Stadtjugenddienst und im Jugendzentrum Kiez, denn hier ist fast immer etwas los, und es wird garantiert nicht langweilig – auch wenn die Corona-Krise dafür sorgt, dass sehr viel weniger Veranstaltungen stattfinden als in den Jahren zuvor und manche Angebote ersatzlos gestrichen wurden. „Doch es gibt immer etwas zu tun“, sagt die 19-Jährige, die seit dem Spätsommer als FSJ-lerin in den beiden Einrichtungen tätig ist.


An der Mitarbeit im kirchlichen Bereich schätzt sie vor allem den freundlichen Umgangston und dass sie viele junge Leute trifft: „Hier sind alle locker drauf.“ In der Verwaltung des Stadtjugenddienstes unterstützt sie die Mitarbeiterinnen bei der Büroarbeit, schreibt Briefe, ist für die Ablage zuständig und kopiert. Sie sorgt für Ordnung im Material-Keller, organisiert den Verleih von Zelten, Bastelartikeln, Werkzeug und Küchenutensilien für Freizeiten und Gemeindefeste. Im Weltladen in der Goslarschen Straße füllt sie Regale auf, berät die Kunden und verkauft fair gehandelte Produkte wie Kaffee und Tee.


Bei Bedarf ist sie im Kinder- und Jugendzentrum Kiez im Einsatz. Hier können die Kinder zwar nicht mehr gemeinsam kochen und auch die Disco wurde abgesagt. Doch anders als während des Lockdowns im Frühjahr ist es erlaubt, dass sich die Mädchen und Jungen im Jugendzentrum treffen. Nach wie vor gibt es im Kiez Bastelangebote, die vorbereitet und betreut werden müssen, die Schulkind-AG mit Kickerturnieren und Spielen findet statt, das Kinderkino am Dienstag und der Gitarrenkurs am Freitag.


Auch die Planungen für das Adventsmärktchen am Sonntag, 20. Dezember, laufen weiter. Vor dem Jugendzentrum sollen dann Stände aufgebaut werden mit Kunsthandwerk und weihnachtlichen Leckereien. „Das wäre echt cool“, freut sich Vanessa Pleiß und hofft, dass der Markt trotz der Corona-Auflagen stattfinden darf. Um künftig selbst Kurse für Kinder und Jugendliche anzubieten, absolviert sie eine Juleica-Ausbildung, einen Kurs, der sie befähigt, selbstständig als ehrenamtliche Jugendleiterin tätig zu sein. Denn das ist genau ihr Ding: „Der soziale Bereich zieht mich an.“
Und was kommt nach dem einjährigen sozialen Dienst? Die 19-Jährige lacht. Trotz ihrer Vorlieben fürs Soziale möchte sie gern eine Ausbildung als technische Zeichnerin beginnen. Aber vielleicht bleibt sie dann ja als Ehrenamtliche der kirchlichen Arbeit treu.


Info:
Ein stimmungsvolles Adventsmärktchen findet am Sonntag, 20. Dezember, von 11 bis 17 Uhr vor dem Kinder- und Jugendzentrum Kiez, Herzogin-Elisabeth-Straße 80a statt.  
Der Weltladen im Stadtjugenddienst, Goslarsche Straße 31, ist donnerstags von 15.30 bis 19.30 Uhr geöffnet.
 

 

Verfasser: Rosemarie Garbe