Propstei Braunschweig
09.01.21

„Die Frauen haben es verdient, gehört zu werden“

Südseeparadies Vanatua im Fokus: Online-Werkstätten bereiten auf den Weltgebetstag im März vor

Vorbereitung per Videokonferenz: Mit dabei sind Gerlinde Melcher, Simone Gellrich, Theda Elsen (obere Reihe von links), Anke Meyer-Gennrich, Renate Senftleben und Renate Leu (untere Reihe von links). Foto: privat

Der Weltgebetstag ist mehr als ein Gottesdienst. Gemäß dem Motto „Informiert beten – betend handeln“ wollen die Initiatorinnen neugierig machen auf Leben und Glauben in anderen Ländern und Kulturen. Weltweit findet der Tag über Konfessionsgrenzen hinweg am ersten Freitag im März statt – und das soll sich trotz der Corona-Epidemie nicht ändern. „Es ist wichtig, dass an diesem Tag in den Gemeinden etwas passiert, um christliche Frauen weltweit zu verbinden“, sagt Gerlinde Melcher, die den Weltgebetstag gemeinsam mit sechs Mitstreiterinnen aus dem Braunschweiger Land vorbereitet. „Die Frauen aus Vanuatu haben es verdient, gehört zu werden.“ Die Republik Vanuatu mit ihren 83 Inseln im Südpazifik steht in diesem Jahr im Mittelpunkt des ökumenischen Weltgebetstages: als Südseeparadies und als das Land, das weltweit am stärksten Naturgewalten und den Folgen des Klimawandels ausgesetzt ist. Das Motto lautet „Worauf bauen wir?“  
Um die Frauen in den Gemeinden über die Gestaltung der Gottesdienste zu informieren, finden im Januar und Februar Online-Werkstätten statt, für die sich Interessenten beim Landesverband Braunschweig der Evangelischen Frauenhilfe anmelden können. In den Werkstätten geht es beispielsweise um Bibelarbeit, Informationen über Vanuatu, die Situation der Frauen dort und um Klimagerechtigkeit.
Doch auch wer keinen Computer besitzt, soll nicht ausgeschlossen werden. „Wir wollen allen Mut machen, sich zu beteiligen“, sagt Gerlinde Melcher von der evangelischen Gemeinde Völkenrode/ Watenbüttel. Beim MVG Verlag (Postfach 101545 in 52015 Aachen) können Texte, Bilder und CDs mit Musikideen bestellt werden. Hier gibt es auch die kostenlosen Spendentütchen, mit denen Geld für weltweite Projekte für Frauen und Mädchen gesammelt werden soll, deren Fortführung  ansonsten gefährdet wäre.     
Falls die Corona-Krise weitere Einschränkungen erfordert, sind die Initiatorinnen gerüstet. „In den Gemeinden könnten am Weltgebetstag beispielsweise die Türen der Kirchen geöffnet bleiben“, schlägt Theda Elsen von der Friedenskirche vor. „Hier könnten Kerzen brennen, Bilder und Texte könnten über die Situation in Vanuatu und über Projekte informieren.“ Ein Gottesdienst zum Weltgebetstag werde auch von Bibel TV übertragen. „Es ist wichtig, an diesem Tag gemeinsam zu beten, den ökumenischen Gedanken zu leben und sich über das Gebet mit der Bibel auseinanderzusetzen“, betont die Katholikin Simone Gellrich aus der Gemeinde St. Aegidien. Und ihre Mitstreiterin Renate Senftleben aus Groß Denkte findet es nicht nur spannend, etwas über die Situation von Frauen aus aller Welt zu erfahren: „Es ist ermutigend, dass der Weltgebetstag in so vielen Ländern gefeiert wird.“
Info-Kasten
Die kostenlosen Online-Werkstätten zur Vorbereitung des Weltgebetstages finden an folgenden Terminen jeweils von 15 bis 18 Uhr statt: 16., 23. und 30. Januar sowie am 6. Februar. Die Teilnehmerinnen sollten sich spätestens drei Tage vorher bei der Evangelischen Frauenhilfe Landesverband Braunschweig anmelden, Telefon 05331-802540 oder per E-Mail sekretariat(at)frauenhilfe-bs(~dot~)de.


Weitere Informationen finden sich unter www.frauenhilfe-bs.de

Verfasser: Rosemarie Garbe