Propstei Braunschweig
10.05.21

Ausflugtipp: Pilgerweg Braunschweiger Süden

Rundweg führt einmal um den Pfarrverband herum und kann zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden

Der Pilgerweg Braunschweiger Süden verbindet die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden aus Rautheim, Lindenberg, Mascherode, Südstadt, Heidberg, Melverode und Stöckheim. Sie bilden den Pfarrverband Braunschweiger Süden und wissen sich miteinander und nicht nur nebeneinander auf dem Weg zueinander. Über www.pilgerweg-braunschweiger-sueden.de kommt man an weitere Informationen zum Pilgerweg und zum Pfarrverband Braunschweiger Süden sowie an die Karte, aus der der gesamte Pilgerweg und viele Teilstrecken ersichtlich werden. Alles kann mit Hilfe eines QR-Codes aus dem Internet heruntergeladen werden. Dem dient ein an allen Stationen mit finanzieller Unterstützung der Bezirksräte 211, 212 und 213 eingerichteter kostenloser WLAN-Hotspot „Freifunk“.
Der Pilgerweg Braunschweiger Süden ist ein Wegenetz, das sowohl zu Fuß als auch mit dem Rad zurückgelegt werden kann. Der (Haupt-) Rundweg mit einer Länge von ca. 21 km führt einmal um den Pfarrverband herum. Zwischen den Gemeinden gibt es zahlreiche Teilwege. Er ist sowohl vom Kleinen Dörferweg als auch vom Ringgleis aus zu erreichen und erschließt so den Braunschweiger Süden nicht nur für alle Braunschweigerinnen und Braunschweiger, sondern auch für alle durchfahrenden Radtouristen. Fotos des schönen Braunschweiger Südens, die zahlreichen Amateurfotografen zu verdanken sind, finden sich unter www.pfarrverband-braunschweiger-sueden.de/pilgerweg im Internet und auf den Flyern, die vor Ort ausgelegt sind.
Braunschweig hat nicht nur im Zentrum Sehenswürdigkeiten, sondern auch am südlichen Stadtrand - nicht nur an den Pilgerstationen und rund um die Kirchen. Zwischen Oker, Wabe und Springbach, Südsee und Heidbergsee gibt es beeindruckende Alleen und schattige Wege fernab des Verkehrs. Sie führen vorbei an blühenden Wiesen und reifenden Feldern sowie an schönen Vorgärten und wunderbar restaurierten Häusern und Höfen und verbinden die vergleichsweise jungen Stadtteile samt ihrer modernen Architektur mit den restaurierten Gebäuden der historischen Dorfkerne.
Darüber hinaus gibt es angelegte Parks und Spielplätze, aber auch die zum Teil naturgeschützten Wälder des Rautheimer und Mascheroder Holzes. Und dann wäre da noch im Südwesten Ma-scherodes der Spring, wo Schichtenwasser aus dem Boden sprudelt und einen Quellteich speist.
An den acht Kirchen des Braunschweiger Südens mit all ihren Kunstschätzen lässt sich kirchliche Baugeschichte studieren. Denn da sind die alten Dorfkirchen in Mascherode, Melverode, Rautheim und Stöckheim, die beiden Kirchen in Melverode und im Lindenberg aus der Zeit, wo man mit Stahlbeton moderne Formen wagte und die beiden jüngsten Kirchenbauten der Landeskirche im Heidberg und der Südstadt.   
An den acht Kirchen des Pfarrverbandes gibt es jeweils eine Pilgerstation mit einer Bank, die zum Verweilen und Kennenlernen der besuchten Kirchen und Gemeinden einlädt. Doppelseitige Tafeln, die von der Hans und Helga Eckensberger-Stiftung finanziert wurden, informieren über das Projekt und die Besonderheiten der jeweiligen Pilgerstation. Weitere Unterstützung bekam der Pfarrver-band mit seinen sieben Gemeinden durch die Sparkassenstiftung und die Braunschweiger Landeskirche sowie die Mitarbeit zahlreicher Ehrenamtlicher.

Verfasser: Pfarrer Hans-Jürgen Kopkow