Propstei Braunschweig
10.05.21

Ein Tandem für die Kirchenmusik

Gerald de Vries und Karsten Krüger sind Landeskirchenmusikdirektoren

Gerald de Vries und Karsten Krüger. Fotos: Privat

Wolfenbüttel/Bad Harzburg/Goslar. Die Propsteikantoren Gerald de Vries (46) aus Goslar und Karsten Krüger (51) aus Bad Harzburg übernehmen gemeinsam für drei Jahre die Aufgabe des Landeskirchenmusikdirektors in der Landeskirche Braunschweig. Das hat das Kollegium des Landeskirchenamtes beschlossen. Nachdem Landeskirchenmusikdirektor Claus-Eduard Hecker zum Jahreswechsel in den Ruhestand getreten ist, sollen de Vries und Krüger für eine Übergangszeit die Kirchenmusik organisieren und strategisch fortführen.

Sie übernehmen die Aufgabe im Umfang einer halben Stelle zu je 25 Prozent. Mit einem Stellenanteil von 75 Prozent bleiben sie Kantoren in ihren Propsteien. Die Verringerung ihrer Propsteistellen kann durch eine neue, auf zwei Jahre befristete Kirchenmusikerstelle kompensiert werden. Die langfristige Besetzung der Stelle eines Landeskirchenmusikdirektors soll im Rahmen des „Zukunftsprozesses“ der Landeskirche beraten werden. Auch die Stellen der Kirchenmusiker unterliegen einer Anpassung an sinkende Kirchenmitgliederzahlen.

Besondere Aufmerksamkeit wollen de Vries und Krüger in den kommenden drei Jahren der Musik mit Kindern und Jugendlichen sowie der Ausbildung von Organisten und Chorleitern widmen. Dabei gehe es auch darum, neben- und ehrenamtliche Musiker zu unterstützen und zu fördern, wie beide betonen. Sie hoffen darauf, bald wieder zu einer weitgehend normalen kirchenmusikalischen Arbeit zurückkehren zu können: „Wenn die Chöre wieder singen, ist Corona vorbei“, so Gerald de Vries.

Verfasser: Michael Strauß