Propstei Braunschweig
31.05.21

Verwaltungsreformen beschlossen

Landessynode schafft neuen Propsteiverband Braunschweiger Land

Unter dem Kamerablick der Öffentlichkeit: Tagung der Landessynode in der Trinitatiskirche in Wolfenbüttel. Foto: Agentur Hübner

Wolfenbüttel. Die Landeskirche Braunschweig unternimmt weitere Schritte bei der Reform ihrer Verwaltungsstrukturen. Die Landessynode hat bei ihrer jüngsten Tagung am Freitag, 28. Mai, in Wolfenbüttel einen neuen Propsteiverband Braunschweiger Land beschlossen, der die Verwaltung von 177 Kirchengemeinden in den Propsteien Braunschweig, Goslar, Helmstedt, Vorsfelde und Königslutter übernimmt. Er wird rund 100 Mitarbeitende an den Standorten Braunschweig, Helmstedt und Goslar beschäftigen. Außerdem soll er die Trägerschaft von 17 Kindertagesstätten übernehmen, in denen rund 270 Mitarbeitende tätig sind. Ziel sei es, die kirchliche Verwaltung effizienter zu gestalten, sagte der Leiter der Rechtsabteilung, Oberlandeskirchenrat Dr. Jan Lemke.

Offen blieb die Frage, ob der Vorsitz des neuen Propsteiverband durch eine Pfarrerin oder einen Pfarrer mit einer halben Stelle wahrgenommen werden soll. Ein entsprechender Antrag, den Propst Thomas Gunkel (Goslar) ins Gespräch brachte, wurde in die synodalen Ausschüsse verwiesen, so dass darüber weiter beraten wird. Sollte eine solche Regelung geschaffen werden, müsse der Propsteiverband Salzgitter-Wolfenbüttel-Bad Harzburg entsprechend berücksichtigt werden, wie Propst Jens Höfel (Bad Harzburg) betonte.

Darüber hinaus will die Landeskirche dem Klimaschutz stärker Gewicht verleihen. Oberlandeskirchenrat Dr. Jörg Mayer, Leiter der Finanzabteilung, informierte die Landessynode darüber, dass es gelungen sei, Fördergelder für die Stelle eines Klimaschutz-Managers zu erhalten, der in den kommenden zwei Jahren ein Klimaschutzkonzept für die Landeskirche erarbeiten soll. Dabei soll deutlich werden, wie im Raum der Kirche Treibhausgase weiter reduziert und stärker erneuerbare Energien genutzt werden können. Als wichtiges Handlungsfeld nannte Mayer unter anderem die kirchlichen Immobilien.

Verfasser: Michael Strauß