Propstei Braunschweig
03.06.21

Online-Veranstaltung am Vorabend des Welttags der Ozeane

„Bewahrung der Schöpfung und der Ozeane“ - am Montag, den 07.06.2021 um 17:00 Uhr

Im ersten Teil der vom „Netzwerk 2021“ (Netzwerk zu Tschernobyl, Fukushima und Olym-pische Spiele 2020/2021) organisierten Veranstaltung geht es zunächst allgemein um die Ozeane mit Beiträgen von Dr. Benno Dalhoff (BUND/Soest) und Peter Wiebe (Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein), eingeleitet mit einem theologischen Impuls von Propst Lars Dedekind (Propstei Braunschweig/Ev. –luth. Landeskirche Braunschweig).
Im zweiten Teil geht es dann um die geplante Einlassung des von der Fukushima-Katastrophe kontaminierten Wassers in den Ozean. Hierzu werden aus der öffentlichen Bundesumwelt-Sitzung zum Fukushima-Jahrestag 2020 einige Passagen zitiert. Da das Wasser auch nach entsprechender Filterung noch Tritium enthält, wird sich Dr. Rainer Gellermann (Strahlen-schützer) in der Veranstaltung mit dem Thema Tritium beschäftigen.


Mit der Frage „TEPCO (Fukushima) Wasser in den Ozean?“ beschäftigen sich Yu Kajikawa (Sayonara Nukes Berlin) und Dr. Jörg Schmid (IPPNW/Stuttgart). Nach Teil 1 und Teil 2 ist jeweils eine Diskussionsrunde mit den Referent*innen und Teilnehmer*innen angedacht. Die Veranstaltung moderiert Paul Koch (Europäische Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima) und Bodo Walther (Arbeitskreis Japan/ Ev. –luth. Landeskirche Braunschweig).

Lesen Sie hier den Ablaufplan des Programms.
Den Link zur Veranstaltung erhält man nach Anmeldung bei paul.koch47(at)gmx(~dot~)de.

 

 


Hintergrund zum Welttag der Ozeane:
Die Weltmeere bestimmen unser Klima, bergen gewaltige Nahrungs- und Rohstoffressourcen etc., deshalb gilt es die Weltmeere für uns und für die nachfolgenden Generationen zu schützen.
Der Welttag der Ozeane hat seinen Ursprung im Erdgipfel am 8. Juni 1992 in Rio de Janeiro. Seit 2009 wird der 8. Juni als Welttag der Ozeane von den Vereinten Nationen begangen. Die Ozeane werden als bedeutend für Ernährungssicherheit, Gesundheit und dem Überleben
allen Lebens, für das Klima und als ein kritischer Teil der Biosphäre gesehen. Ziel des Tages ist
es daher, weltweit Aufmerksamkeit für aktuelle Herausforderungen im Zusammenhang mit
den Ozeanen zu erlangen.
Hintergrund zum TEPCO/Fukushima-Wasser:
Das am Pazifischen Ozean gelegene Atomkraftwerk Fukushima war kurz nach einem schweren
Erdbeben am 11. März 2011 von einer fast 15 Meter hohen Tsunami-Wasserwand getroffen
worden. Das Kühlsystem des Kraftwerks fiel aus, in drei der sechs Reaktoren gab es eine
Kernschmelze.
Aktuell werden rund 1,25 Millionen Tonnen Wasser in Tanks bei der Anlage von Fukushima
gelagert. Laut Betreiber Tokio Electric (TEPCO) gehen die Lagerkapazitäten 2022 zur Neige.
Das Einleiten des Wassers ins Meer wird voraussichtlich Jahre dauern. Die Internationale
Atomenergiebehörde IAEO hat den Vorschlag für das Ablassen des aufbereiteten Fukushima-
Wassers bereits gebilligt.

Verfasser: Paul Koch