Propstei Braunschweig
02.08.21

Eine schöne Gestaltung ist das A und O

Roland Zirpel hat 30 Jahre lang Gemeindebriefe für St. Marien in Lamme erstellt

Mit Leidenschaft bei der Sache!

Wenn es um Drucksachen geht, ist Roland Zirpel Perfektionist. Eine gut lesbare Schrift, ein ansprechendes Layout, Fotos als Blickfang, die richtigen Abstände zwischen Zeilen und Wörtern, Linien, Leerräume, Farben und natürlich ein schönes Papier– für ihn ist die Gestaltung das A und O. 30 Jahre lang hat der Elektrotechniker die Gemeindebriefe für St. Marien in Lamme voller Leidenschaft bearbeitet, hat Urkunden für Konfirmanden erstellt, Logos und Plakate entworfen, doch zumindest mit den Gemeindebriefen ist jetzt Schluss. Sie werden künftig von einem neuen Team mit einem gemeinsamen Layout des Kirchengemeindeverbandes LÖW+ herausgegeben, um die Verbindung der vier Gemeinden Lehndorf, Ölper, Wichern und Lamme zu betonen.


Als Zirpel Anfang der 1990-er Jahre nach Lamme kam, wurden die Texte für den Gemeindebrief noch mit Schreibmaschine geschrieben und vervielfältigt. Er bot der Pfarrerin seine Unterstützung an und bearbeitete Fotos und Texte bereits am Computer. Sein Ziel: „Der Gemeindebrief sollte leichter, gefälliger und einfach etwas schöner werden.“ Das Ergebnis kam gut an und der Wissenschaftler, der sich in der PTB mit Präzisionsmesstechnik beschäftigte, blieb dabei und entwickelte den Gemeindebrief in seiner Freizeit weiter. Es verbesserte Fotos professionell, warb Anzeigenkunden, führte Rubriken für die Gottesdienste ein und erstellte eine stilisierte Darstellung der Marienkirche. Zirpel entwarf für alle kirchlichen Angebote Logos, etwa für den Kindergottesdienst, die Vater-Kind-Gruppe, die Krabbelgruppe Marienmäuse. „Manche sind bis heute geblieben“, sagt er nicht ohne Stolz. Von 2010 an produzierte er den Gemeindebrief von St. Marien vollständig elektronisch und in Farbe.


Einen besonderen Plätz räumte er bei der Gestaltung der Seiten stets Sinnsprüchen ein, natürlich in einer besonderen Schrift. „Spielerisch“ sollte das wirken, zum Innehalten beim Durchblättern veranlassen. „Die Leser bekommen das eher unbewusst mit“, weiß der 69-Jährige, „es ist nichts, was ihnen besonders auffällt.“ Viel Spaß hat ihm die Arbeit dennoch gemacht. Abends, nach 23 Uhr, setzte er sich an den Computer, um aus den vorliegenden Texten und Fotos ein ansprechendes Heft zu erstellen. „Das hat mich entspannt und es war schön, wenn sich aus dem Konglomerat eine Struktur entwickelt hat“, sagt er rückblickend.


Die Lammer Gemeinde St. Marien kann auch künftig auf ihn und seinen technischen Sachverstand zählen. Zirpel wird sich mit seiner Firma weiter um die EDV der Gemeinde kümmern und in seiner Freizeit will er die Gestaltung der Urkunden für die Konfirmanden übernehmen. Und auch für das neue Gemeindebrief-Team wird er stets ein offenes Ohr haben: „Bei technischen Problemen helfe ich gern.“  

Verfasser: Rosemarie Garbe