Propstei Braunschweig
23.08.21

Kunst als wichtiger Bestandteil der Belarus-Proteste

Ausstellung vom 3.-5. September in St. Martini

Erstmals präsentieren sich in Braunschweig Künstler:innen aus Belarus.

Vom 3. bis 5. September 2021 werden in einer Ausstellung unter dem Titel „Geiseln“ in der Martini-Kirche Video Performances, digitale Arbeiten, minimalistische Grafiken und ausdrucksstarke Gemälde gezeigt. Nach der offensichtlichen Wahlfälschung in Belarus im Herbst 2020 folgten friedliche Proteste, auf die das Regime mit Massenverhaftungen, Repressionen und Folter reagierte. Es entstand eine Bewegung der belarussischen Protestkunst mit politisierten Werken, die schnell vom Regime verboten wurden, viele Künstler:innen wurden verhaftet und viele flohen ins Ausland. Die Verletzung der Menschenrechte hat inzwischen eine neue Eskalationsstufe erreicht und viele fühlen sich wie hilflose Geiseln, was sich auch im Thema der Ausstellung widerspiegelt. Die ausgestellten Arbeiten möchten Anstöße zum Nachdenken und Handeln geben.

Programm der Ausstellung:

Freitag, 3.9.2021 - 19:00 Uhr Vernissage

Begrüßung Iryna und Bodo Walter

Grußwort Lars Dedekind, Propst in Braunschweig

Musik Band TerZet Plus

Einführung Dimitrij Shulkin, Initiator u. Geschäftsführer NEW BELARUS ART

 

Sonnabend, 4.9.2021 - 17:00 Uhr Lesungen

„Denk ich an Belarus“ Heike Sabel, Journalistin

„Reminiszere-Fürbitte für Bedrängte und Verfolgte“ Sabine Dreßler, Oberkirchenrätin /EKD

„Der Protest ist weiblich“ Iryna Olschak und Olga Eismann

 

Sonntag, 5.9.2021 - 15:00 Uhr Finissage

Kirche und der Protest in Belarus

„100 x Solidarität“- Aktion der EKD Sabine Dreßler, Oberkirchenrätin/EKD

„Belarussische Dokumente“ Iryna und Olga Eismann

Abschließende Betrachtung Dimitrij Shulkin

 

Organisiert wird die Ausstellung vom „Team Shulkin/NEW BELARUS ART“ und vom Braunschweiger Netzwerk „Belarus-Protest-Solidarität“. Selbstverständlich findet die Veranstaltung unter Berücksichtigung der aktuellen Corona-Maßnahmen statt. Der Eintritt ist frei.


Kontakt: Franz Ocko Peters, 0531-69 47 72, ocko(at)peters-bs(~dot~)info

Verfasser: Franz Ocko Peters