Propstei Braunschweig
16.11.21

Ökumenischer Gottesdienst für Unbedachte

Andacht für einsam Verstorbene am Volkstrauertag

Propst Dedekind spricht den Segen vor 113 brennenden Kerzen

Besucher der St.-Petri-Kirche gedenken der unbedacht Verstorbenen

Propst Reinhard Heine

„Freut euch, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.“

Mit einem ökumenischen Gottesdienst gedachten der evangelische Propst Lars Dedekind und der katholische Propst Reinhard Heine gemeinsam mit den anwesenden Gemeindemitgliedern all der einsam und unbedacht Verstorbenen des vergangenen Jahres.

„Ein in Isolation gelebtes Leben verwehrt nicht das Recht auf eine Menschenwürdige Bestattung“, ist die Hospizarbeit Braunschweig e.V. überzeugt, die diesen ökumenischen Gottesdienst mit viel Liebe zum Detail vorbereitet und mitgestaltet haben. Beide Pröpste verlasen im Wechsel alle 113 Namen der Verstorbenen, und für jede dieser Seelen entzündeten zwei Ehrenamtliche der Hospizarbeit eine Kerze.

Die Kirche war geheizt und angenehm warm. Propst Heine predigte von Erinnerungen, die natürlich mit der Zeit verblassen, und stellte dem das Vertrauen entgegen, dass es einen Gott gibt, der keinen Menschen vergisst – keinen.

Zum Abschluss sprach Probst Dedekind den Segen, hinter ihm auf dem Altar brannten friedlich und warm 113 Kerzen.

Wer sich für die Arbeit der „Begleitgruppe Bestattungen ohne Zugehörige“ interessiert oder diese unterstützen möchte, kann sich gerne an
Hospizarbeit Braunschweig e.V.
0531/16477
info@hospizarbeit-braunschweig.de

Verfasser: Annika Lüders