Propstei Braunschweig
09.09.17

Pröpstin Uta Hirschler am 09.09.2017 in der nb

Willkommen

Ob ein Neugeborenes in der Babyklappe im Marienstift abgegeben wird; ob jemand nassgeregnet in der Bahnhofsmission Zuflucht sucht oder zum preiswerten Mittagessen in den Madamenhof kommt: Jedes Mal heißt es herzlich willkommen. Das ist so einladend wie Jesus es sagte: „Kommt her zu mir alle, ..., ich will euch erquicken.“ (Matthäus 11,28) Wie im heißen Sommer am Berg eine Quelle Erfrischung schafft, so kann der Unterdrückte jemanden an seiner Seite, der Fröhliche einen guten Gedanken und der Traurige Trost brauchen. Alles das zu erhalten erquickt. Nach dem Matthäus-Evangelium gilt Jesu Einladung allen, „die ihr mühselig und beladen seid“. Das aber heißt nicht, jemand müsse Bedrückung auf sich laden um willkommen zu sein. Es heißt vielmehr, wenn das, was Christus zu geben hat, für die Menschen eine Wohltat ist, dürfen sie sich ohne Einschränkung eingeladen wissen. Es ist letztlich auch eine Einladung, ehrlich mit sich selbst zu sein, der Frage nachzugehen: „Was brauche ich wirklich zum Leben?“ und die Antworten ernst zu nehmen. Bedürftigkeit ist in unserer Gesellschaft nicht angesagt, dabei hat jeder Mensch Bedürfnisse und manche gründen in alten Wunden und werden lange mit herumgeschleppt.
Weiß sich eine Person willkommen so wie sie ist, blüht sie oftmals auf, strahlt Freundlichkeit aus und schenkt Freude zurück. Daran sollten sich andere viel öfter ein Beispiel nehmen und davon anstecken lassen.

Verfasser: Pröpstin Uta Hirschler