Propstei Braunschweig
08.02.18

Regierungschefs für Reformationstag

Norddeutsche Ministerpräsidenten wollen 31. Oktober als neuen Feiertag

Berlin/Hannover (epd). Die Ministerpräsidenten der norddeutschen Bundesländer haben sich am 1. Februar für die Einführung eines zusätzlichen Feiertages in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein ausgesprochen. Bei einer Sondersitzung der Konferenz Norddeutschland (KND) in Berlin empfahlen die Regierungschefs und die Regierungschefin dafür den Reformationstag (31. Oktober). In Mecklenburg-Vorpommern ist der Reformationstag bereits ein gesetzlicher Feiertag.
Der neue Feiertag in Norddeutschland solle in einem möglichst breiten gesellschaftlichen Konsens sowohl in den Ländern wie auch über die Ländergrenzen hinweg gefunden werden, hieß es. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) wies darauf hin, dass es in den norddeutschen Bundesländern ein großes Interesse an einer einheitlichen Lösung gebe, die nicht an Ländergrenzen halt mache. Die Diskussion solle nun in Niedersachsen engagiert weitergeführt und möglichst im Sommer 2018 abgeschlossen werden.
Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) sagte, in den norddeutschen Bundesländern gebe es ein gemeinsames Interesse an einem zusätzlichen Feiertag. Ein Grund dafür sei das offensichtliche Ungleichgewicht mit Blick auf die Anzahl der Feiertage in Nord- und Süddeutschland. Feiertage seien nicht nur für das gesamtgesellschaftliche, soziale und familiäre Miteinander wichtig, betonte Sieling: "Wir brauchen sie auch als Zeiten für Besinnung und Erholung."

Verfasser: Michael Strauss