Propstei Braunschweig
07.05.18

Musikalisch-geistige Zeitansage mit Horn und Tuba, Posaunen und Trompeten

Der 34. Landesposaunentag in Braunschweig ist weit mehr als eine musikalische Veranstaltung

Ein großes familiäres Bläserfest: Landesposaunenwart Siegfried Markowis beim letzten Landesposaunentag in Seesen im Jahr 2015. Foto: Siegfried Stier

Neue und alte Lieder, Rock und Pop, traditionelles und geistliches – all‘ das ist beim Landesposaunentag in Braunschweig zu hören. Unter dem Motto „Hier und Jetzt“ kommen vom 8. bis zum 10. Juni 400 Bläser zwischen 8 und 80 Jahren aus der ganzen Landeskirche Braunschweig in die Stadt. Dazu hat Landesposaunenwart Siegfried Markowis wichtige Partner gewonnen: den Braunschweiger Musiker Niklas Wohlt mit einer Band, den Jazz-Posaunisten Nils Wogram und das Schlagzeug-Ensemble der Musikschule Braunschweig.
„Das Fest ist eine musikalisch-geistige Zeitansage, mit der wir etwas von dem einbringen wollen, was wir glauben“, sagt Markowis. „Wir versuchen dabei auch immer Fragen des Lebens zu stellen.“ Bei der Vorbereitung haben sich die Organisatoren mit den Besonderheiten Braunschweigs auseinandergesetzt, mit der Geschichte der Stadt und mit der aktuellen Situation, aber auch mit dem Reformationsjubiläum und dem Jubiläum der Landeskirche. Denn für Markowis ist der Posaunentag weit mehr als eine musikalische Veranstaltung: „Wir wollen den Besuchern die Ohren öffnen, damit sie mehr mitnehmen als nur Musik.“
Auftakt des Landesposaunentages ist ein Eröffnungskonzert in der St. Paulikirche am Freitag, 8. Juni, mit dem Bläserkreis der Landeskirche und einer Band um den Braunschweiger Musiker Niklas Wohlt. Ein besonderer Höhepunkt ist die Serenade am Sonnabend auf dem Burgplatz mit rund 400 Bläserinnen und Bläsern zwischen acht und 80 Jahren. Der bekannte Jazz-Posaunist Nils Wogram präsentiert hier erstmals die Komposition „Spiritual life“. Am Sonntag begleiten Posaunenchöre in zwölf Braunschweiger Gemeinden den Gottesdienst und spielen Stücke aus dem Programm „Hier und Jetzt“. Zum Abschluss des Posaunentages erklingt Festmusik mit Posaunen und Trompeten, Horn und Tuba sowie dem Schlagzeug-Ensemble der Musikschule auf dem Löwenwall. Hier stellt die Stiftung Posaunenwerk ihre Arbeit vor und die Gruppe „Junges Blech“ spielt eine kleine Standmusik.
Seit Ende vergangenen Jahres üben die Teilnehmer die Stücke für den 34. Landesposaunentag, für dessen Organisation rund 60 Ehrenamtliche im Einsatz sind. Diese kümmern sich um Ton- und Lichttechnik, ums Catering, den Aufbau der Bühne und um viele, viele Stühle für Musiker und Besucher. Am Ende des Wochenendes steht für die Bläserinnen und Bläser nicht nur ein bewegendes musikalisches Erlebnis. Sie halten mit dem umfangreichen Programmheft „Hier und Jetzt“ auch eine Erweiterung ihres Repertoires in den Händen.

Info:

Freitag, 8. Juni, 19 Uhr, Eröffnungskonzert des Landesposaunentages in der St. Paulikirche
Sonnabend, 9. Juni, 18 Uhr, Serenade auf dem Burgplatz
Sonntag, 10. Juni, 16 Uhr, Festmusik auf dem Löwenwall

Verfasser: Rosemarie Garbe