Propstei Braunschweig
09.06.18

Die Musik gibt den Takt an

Ein Wochenende im Zeichen der Blechbläser: der 34. Landesposaunentag in Braunschweig

Himmelfahrtsgottesdienst im Grünen in Ölper: Kathrin Hustedt leitet den Posaunenchor der Wicherngemeinde.

Die Musik gibt den Takt an
Ein Wochenende im Zeichen der Blechbläser: der 34. Landesposaunentag in Braunschweig
Von Rosemarie Garbe
Leiterin eines Posaunenchores, Mitglied im Posaunenrat der Landeskirche, Waldhornbläserin: Die Musik gibt den Takt an im Leben von Kathrin Hustedt. Da ist es nicht verwunderlich, dass auch dieses Wochenende ganz im Zeichen der Blechbläser steht. Bis Sonntag, 10 Juni, findet in Braunschweig der 34. Landesposaunentag statt mit 400 Mitwirkenden – und Kathrin Hustedt ist mittendrin, als Leiterin des Posaunenchores der Wicherngemeinde und beim Eröffnungskonzert in der Paulikirche als Waldhornbläserin im Bläserkreis der Landeskirche. „An dem Wochenende brauche ich mir nichts anderes vorzunehmen“, schmunzelt die Software-Entwicklerin.
Seit einem halben Jahr probt sie mit dem Chor der Wicherngemeinde für dieses Fest, geistliche Musik, Traditionelles, aber auch Rock und Pop. So werden beim Posaunentag neben alter Musik auch „Eye of the Tiger“ zu hören sein, „Streets of London“ oder „Live is life“. „Das macht den Bläsern Spaß und kommt auch beim Publikum gut an“, weiß die Chorleiterin.
Fast 30 Frauen und Männer gehören dem Posaunenchor der Wicherngemeinde an, darunter sind auffallend viele junge Musiker. Der Zuspruch der Jungen ist das Ergebnis einer gemeinsamen Aktion mit der Grundschule in Lehndorf, bei der Dritt- und Viertklässler die Blasinstrumente ausprobieren durften. Jetzt spielen Zehnjährige in der Jungbläsergruppe und sind am Sonntag bei der Festmusik am Löwenwall erstmals im „Chor der Neuen“ dabei.
Neben der Nachwuchsarbeit liegt Kathrin Hustedt auch ihre eigene Qualifikation als Chorleiterin am Herzen. Um besser für diese Aufgabe gerüstet zu sein, will sie die C-Prüfung für Kirchenmusiker im Nebenamt absolvieren. Zu der Ausbildung gehören Harmonielehre, Gehörbildung und Klavierspiel, aber auch Kenntnisse in der Geschichte der Kirchenmusik. „Dank dieser Ausbildung kann man die Musik besser interpretieren“, sagt sie, „ich bin dann für die Probenarbeit besser gerüstet.“
Das kommt wiederum dem Posaunenchor der Wicherngemeinde zugute, der rund 15 bis 20 Einsätze im Jahr hat, bei Gottesdiensten in der Gemeinde spielt, in Altenheimen, auf dem Weihnachtsmarkt von Gut Steinhof oder beim Himmelfahrts-Gottesdienst im Grünen in Ölper. Ebenso wichtig ist der Chorleiterin die Gemeinschaft in dem Chor: „Hier kommen Alte und Junge zusammen, jeder wird akzeptiert und alle spielen zusammen.“ Da macht das gemeinsame Musizieren gleich doppelt so viel Spaß.

Info
Sonnabend, 9. Juni, 18 Uhr, Serenade auf dem Burgplatz
Sonntag, 10. Juni, Gottesdienste mit Posaunenchören in verschiedenen Gemeinden der Stadt
16 Uhr, Festmusik auf dem Löwenw

Verfasser: Rosemarie Garbe