Propstei Braunschweig
17.12.18

Heimat und Europa verbunden

David McAllister im Interview mit Magazin "Evangelische Perspektiven"

Die neue Ausgabe der "Evangelischen Perspektiven".

Braunschweig/Brüssel. Der Europapolitiker David McAllister hat davor gewarnt, Heimat und Europa gegeneinander auszuspielen. „Europa und Heimat sind keine Gegensätze“, betont er in der neuen Ausgabe des Magazins „Evangelische Perspektiven“ der Landeskirche Braunschweig. Er sei überzeugt, dass ein Mensch mehrere Identitäten haben könne, die sich überlagern. „Meine Heimat ist Niedersachsen, meine Nation ist Deutschland, im Bewusstsein meiner britischen Wurzeln. Und unsere Zukunft ist Europa.“

Als größte Herausforderung für die Europäische Union sieht McAllister die Migrationsbewegungen. Im Interview zeigt er sich überzeugt, dass die Flüchtlingspolitik europäisch besser gestaltet werden könne als nationalstaatlich. Die Bausteine seien: Fluchtursachen vor Ort bekämpfen, ein verbesserter europäischer Außengrenzschutz, ein gemeinsames europäisches Asylsystem und eine gerechte Lastenteilung aller Mitgliedsstaaten.

Außerdem stellt die neue Ausgabe des Magazins Eine-Welt-Läden im Braunschweiger Land vor, die aus der Arbeit von Kirchengemeinden entstanden sind. Eine Reportage beschreibt, wie sie sich für mehr Gerechtigkeit einsetzen, indem sie fair gehandelte Produkte anbieten. Darüber hinaus beschreibt ein Beitrag, wie der Kirchliche Entwicklungsdienst durch Bildungsangebote ein Bewusstsein für mehr Gerechtigkeit schafft.

Nicht zuletzt befasst sich die Publikation mit Fällen sexualisierter Gewalt in den evangelischen Kirchen in Niedersachsen. Der Abschlussbericht einer Unabhängigen Kommission enthält fünf Fälle in der Landeskirche Braunschweig und ihrer Diakonie. Die „Evangelischen Perspektiven“ sind wieder kostenlos an alle haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden in der Landeskirche versandt worden. Das Magazin ist auch als digitale Ausgabe auf der Internetpräsenz der Landeskirche verfügbar.

Verfasser: Michael Strauss