Propstei Braunschweig
29.12.18

Pröpstin Uta Hirschler am 29.12.2018 in der nb

Herausragend

Kurz vor Jahresende gibt es zahlreiche Rückblicke und Analysen. War es ein gutes Jahr? Die Antwort hängt vom Blickwinkel und den Kriterien ab. Für Fans der deutschen Herren-Fußball-Nationalmann-schaft war es ein maximal unterirdisches Jahr, Anhänger des deutschen Teams im Eishockey feierten die Silbermedaille bei Olympia überschwänglich. Wer auf den Weltfrieden schaut, kann im Blick auf das Attentat an Sergej Skripal und seiner Tochter Julia in England oder im Blick auf den Mord an dem Journalisten Jamal Khashoggi höchst besorgt sein. Andererseits gilt inzwischen der IS als besiegt. Wer auf die deutsch-türkischen Beziehungen, oder an die mexikanisch-US-amerikanische Grenze schaut, bekommt anderes in den Blick. Für Menschen, die die Jahresqualität am Sommer festmachen, war es das beste Jahr ihres Lebens. So viele Tage mit blauem Himmel, Wärme und ohne Regen können sich viele nicht erinnern je erlebt zu haben.
All das aber bleibt letztlich zurück hinter der persönlichen Perspektive: War dieses Jahr für mich ein gutes Lebensjahr? Bin ich zufrieden mit dem eigenen Tun und Lassen? Und kann ich Frieden finden mit allem, was aus diesem Tun und Lassen geworden ist? Wer dreimal nein antwortet, wird jedenfalls für das kommende Jahr Veränderung suchen und für dieses Jahr hoffentlich gnädig auf andere und sich selbst schauen.
„Ist Gott für uns, wer kann gegen uns sein?“ Paulus hat sich das gefragt und aufgeschrieben was ihn froh macht und Frieden im Herzen finden lässt: „Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andre Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.“



Verfasser: Uta Hirschler, Pröpstin