Propstei Braunschweig
05.01.19

Den Blick und den Horizont weiten

Der „Mittwochnachmittag“ in St. Katharinen: eine Veranstaltung mit Niveau

Am Erfolg einer gelungenen Veranstaltung wirken viele mit (von links): Ursula Schaper, Pfarrer Henning Böger, Ursula Dierke, Karin Carlotta Evans, Elke Schünke, Wilgard Puhlfürst, Ursula Kemper, Rolf Sievert, Pfarrer Werner Busch und Organist Iouri Kriatchko.

Bildung vermitteln, Denkimpulse geben, den Glauben lebendig halten, miteinander reden und singen – die Ansprüche an den „Mittwochnachmittag“ in St. Katharinen sind hoch. „Wir bieten eine Veranstaltung mit Niveau“, sagt Elke Schünke, die das kirchliche Bildungsangebot seit mehr als 20 Jahren mitorganisiert. Schließlich gehört zum Konzept des Treffens, das in der Regel rund 40 bis 50 Männer und Frauen aus der ganzen Stadt besuchen, ein rund 45-minütiger Vortrag eines kompetenten Redners. Hier referieren Historiker, Staatswissenschaftler, Museumsdirektoren oder Literaturexperten, Reiseberichte stehen ebenso auf dem Programm wie theologische oder musikwissenschaftliche Themen. Und manchmal steht auch einer der Besucher am Rednerpult. „Unser Ziel ist es, den Blick und den Horizont zu weiten“, sagt Pfarrer Werner Busch, Pfarrer an St. Katharinen.
Organisiert wird der „Mittwochnachmittag“ von St. Katharinen und St. Magni in Kooperation mit der Evangelischen Erwachsenenbildung. St. Magni ist erst seit drei Jahren mit im Boot. „Als die Katharinengemeinde einen Partner für den Mittwochnachmittag gesucht hat, war das für uns ein Geschenk“, freut sich Magni-Pfarrer Henning Böger. Denn in seiner Gemeinde fehlten engagierte Ehrenamtliche, die ein Angebot für ältere Menschen am Leben hielten. So findet sich im Großen Gemeindesaal an der Katharinenkirche auch meistens ein Tisch mit Besuchern aus der Magni-Gemeinde.
Der Austausch zwischen den Gemeinden ist allerdings nicht auf die ältere Generation beschränkt, denn Jugendliche aus St. Katharinen besuchen den Konfirmandenunterricht in der Magnikirche. „Das ist sicher eine zukunftsweisende Zusammenarbeit“, sagt Böger, der beim „Mittwochnachmittag“ ebenso wie sein Kollege Busch eine Kooperation mit weiteren Gemeinden begrüßen würde. Als reinen Seniorenkreis verstehen die Organisatoren das Angebot allerdings nicht. „Wir sind für alle offen“, sagt Pfarrer Busch, der am „Mittwochnachmittag“ auch schon Studenten begrüßen durfte.
Doch zu einer gelungenen Veranstaltung gehört nicht nur ein Vortrag mit Niveau, die Besucher sollen sich auch wohlfühlen. Dafür und für die Organisation des Nachmittages sorgt vor allem Elke Schünke, unterstützt von Wilgard Puhlfürst, Ursula Kemper, Rolf Sievert und Ursula Schaper. Sie haben die Tische liebevoll eingedeckt, mit roten Decken, Kerzen und Tannenzweigen dekoriert, sie kümmern sich um frischen Kuchen und schenken Kaffee und Tee aus. Für Geburtstagskinder singen die Anwesenden ein Ständchen, Iouri Kriatchko, ehemaliger Organist an St. Johannis, ist für die musikalische Gestaltung zuständig. Denn eines ist Elke Schünke ganz wichtig: „Wer hierher kommt, darf Gast sein.“
 
Info
Der „Mittwochnachmittag“ findet mittwochs um 15 Uhr im Großen Saal des Gemeindehauses von St. Katharinen, An der Katharinenkirche 4, statt, der Saal ist barrierefrei zugänglich. Die Vortragszeit beginnt in der Regel um ca. 15.45 Uhr.




Verfasser: Rosemarie Garbe