Propstei Braunschweig
02.02.19

Propstei und Diakonie bitten zu Tisch

Für die erste Braunschweiger Vesperkirche werden noch ehrenamtliche Helfer gesucht

Ein Blick auf die Stadt: Fotos der Studentin Julia Littmann sind während der Vesperkirche zu sehen. Foto: Julia Littmann

150 warme Mahlzeiten täglich, mehr als 60 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, ein Kulturprogramm, Tischreden, Andachten und eine schwer einschätzbare Zahl von Besuchern – die Organisatoren der ersten Braunschweiger Vesperkirche haben sich viel vorgenommen. Zwei Wochen lang, von Sonntag, 10. März, bis zum 24. März, wollen die Propstei Braunschweig und die Diakonie im Braunschweiger Land zu Tisch bitten. In dieser Zeit wird die Brüdernkirche von 12 bis 14 Uhr ein Ort der Gastfreundschaft sein, an dem sich ganz unterschiedliche Menschen begegnen. „Die Vesperkirche ist keine Suppenküche, sondern ein Angebot für Gespräche und eine Kontaktbörse“, sagt Pfarrer Christoph Berger von St. Michaelis, der die Veranstaltung mitorganisiert. „Wichtig ist, dass die Menschen einander wahrnehmen.“
Pfarrer Berger kümmert sich vor allem um das Kulturprogramm und koordiniert den Einsatz der Ehrenamtlichen. Rund 20 Frauen und Männer werden pro Tag in der Zeit zwischen 11 und 15 Uhr gebraucht, um die Besucher willkommen zu heißen, die Tische zu dekorieren und zu decken, das Essen auszugeben und das Geschirr wieder abzuräumen. „Das sieht bisher gar nicht so schlecht aus“, freut sich Berger über die zahlreichen Rückmeldungen und die Bereitschaft vieler, auch an mehreren Tagen dabei zu sein.
Vor allem für die Termine an den Wochenenden werden noch weitere Helfer gesucht. Wer mitmachen will, kann spontan zum Vorbereitungstreffen am Mittwoch, 6. März, um 17 Uhr in die Brüdernkirche kommen oder sich vorab im Kirchenbüro St. Michaelis melden (0531-42663). Um die Zubereitung der Mahlzeiten müssen sich die Ehrenamtlichen nicht kümmern. Das Essen liefert das Catering-Team der Evangelischen Stiftung Neuerkerode direkt in die Brüdernkirche.
Während der Vesperkirche zeigt die Malgruppe des Diakonietreffs Madamenhof Bilder, die unter Anleitung der ehemaligen Kunsterzieherin Antje Rodenacker entstanden sind. Zu sehen ist ein kreativer Querschnitt von abstrakten Werken bis zum Stillleben. Die Theologiestudentin Julia Littmann hat mit ihrer Kamera Menschen festgehalten, die auf der Straße leben. Ergänzt werden die Fotos mit dem Titel „Jeder sieht sie – keiner kennt sie“ mit Interviews, in denen Einzelne vorgestellt werden. An drei Sonntagen sind Matineen geplant, mit Musik der Gruppe JCFive, dem Posaunenchor aus Hondelage und dem Quartett Sorella. Vor dem sonntäglichen Mahlzeiten werden kurze Gottesdienste gefeiert mit Landesbischof Dr. Christoph Meins, Rüdiger Becker und Oberlandeskirchenrat Joachim Lenke. Auch Tischreden sind geplant. Und wer sein Herz ausschütten möchte, kann ein Gespräch unter vier Augen führen.
 
Info-Kasten
Die Vesperkirche findet vom 10. März bis zum 24. März in der Brüdernkirche statt. Zur Vorbereitung treffen sich die Helferinnen und Helfer am Mittwoch, 6. März, um 17 Uhr in der Brüdernkirche, weitere Ehrenamtliche sind willkommen.
 
Bildunterschrift
Ein Blick auf die Stadt: Fotos der Studentin Julia Littmann sind während der Vesperkirche zu sehen. Foto: Julia Littmann 
 


Verfasser: Rosemarie Garbe