Propstei Braunschweig
02.02.19

Pröpstin Uta Hirschler am 2.2.2019 in der nb

Zeugnisferien

Mittwoch bekamen die Schulkinder Zeugnisse und dazu zwei schulfreie Tage: Zeugnisferien. Die gibt es in Niedersachsen jedes Jahr und ich habe mich, seit unsere älteste Tochter vor vielen Jahren eingeschult wurde, schnell daran gewöhnt und diese kleine Pause zu schätzen gelernt.
Was im Zeugnis stehen wird, wissen die Kinder schon seit Tagen oder Wochen. Nun haben sie es schriftlich und bringen es nach Hause. Sie sind stolz über das, was sie freut und ärgerlich, enttäuscht oder in Sorge über nicht Gelungenes. Da sollen und dürfen Eltern mitfühlen, was sie am meisten wurmt oder begeistert. Das ist manchmal überraschend, denn es zeigt sich, was den Kindern am wichtigsten ist. Am Zeugnistag darf ich das als Mutter anders erfahren als sonst.
Nun sind wir mitten in diesen freien Tagen, genießen die Zeugnisferien. Es ist eine Zeit zum Aufräumen und Wegräumen dessen, was nicht mehr gebraucht wird; Verdauen und Abhaken, Durchatmen und Erholen sind jetzt dran. Und gelegentlich ist es auch eine Zeit der Vorbereitung auf Neues, das kommt.
Mehr als andere Wochenenden bieten die Zeugnisferien daher die Gelegenheit tatsächlich zu ruhen und ein paar Tage Sonntag zu genießen. „Sechs Tage sollst du deine Arbeit tun; aber am siebenten Tage sollst du feiern, auf dass dein Rind und Esel ruhen und deiner Sklavin Sohn und der Fremdling sich erquicken.“ Die alten Sätze zum siebten Tag aus dem 2.Mose 23,12 denken auch an die anderen im Umfeld. Wie schön sich das liest und anfühlt, wirklich Pause zu machen.







Verfasser: Uta Hirschler, Pröpstin