Propstei Braunschweig
19.06.19

Kandidaten für Rechtsabteilung

Ausschuss schlägt Prof. Dr. Christoph Goos und Dr. Jan Lemke vor

Dr. Jan Lemke (l.) und Prof. Dr. Christoph Goos. Fotos: Privat/Hochschule Harz

Braunschweig/Wolfenbüttel. Prof. Dr. Christoph Goos (44) und Dr. Jan Lemke (52) kandidieren um die Nachfolge von Oberlandeskirchenrat Hans-Peter Vollbach als Leiter der Rechtsabteilung im Landeskirchenamt Wolfenbüttel der Landeskirche Braunschweig. Der Ältesten- und Nominierungsausschuss hat beide den Mitgliedern der Landessynode vorgeschlagen, die bei ihrer Tagung am 21. September die Wahl durchführen wird. Oberlandeskirchenrat Vollbach wechselt nach mehr als zwölfjähriger Dienstzeit nach Dresden, um in der sächsischen Landeskirche das Amt des Kirchenamtspräsidenten anzutreten.

Dr. Christoph Goos vertritt seit 2017 eine Professur für Öffentliches Recht (Sozial- und Dienstrecht) an der Hochschule Harz in Halberstadt. Außerdem ist er Lehrbeauftragter an der Universität Halle-Wittenberg. Seit 2002 wirkte er in verschiedenen wissenschaftlichen Positionen am Institut für Öffentliches Recht der Universität Bonn. Zuletzt in Vertretung des Lehrstuhls von Bundesverfassungsrichter Udo di Fabio. Davor war Goos als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Erlangen-Nürnberg tätig. Sein Jura-Studium absolvierte er in Heidelberg. Der in einem badischen Pfarrhaus aufgewachsene Jurist ist ledig.

Dr. Jan Lemke ist seit 1995 Richter am Landgericht Magdeburg und zuständig für Zivil- und Strafsachen. Vor seinem Referendariat in Oldenburg studierte er Jura an den Universitäten Kiel und Trier. Lemke ist seit 2015 Mitglied der 12. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Vollversammlung der Union Evangelischer Kirchen (UEK). Außerdem ist er Mitglied der Landessynode der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) und wirkte in deren Verfassungskommission mit. Der in Kiel und Wilhelmshaven aufgewachsene Jurist ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Der Leiter der Rechtsabteilung ist als Oberlandeskirchenrat Mitglied des Kollegiums des Landeskirchenamtes. Das Kollegium stellt neben der Landessynode, der Kirchenregierung und dem Landesbischof eines der vier Leitungsorgane der Landeskirche dar. Dessen Mitglieder werden von der Landessynode für die Dauer von sechs Jahren gewählt und von der Kirchenregierung in ein Kirchenbeamtenverhältnis auf Zeit berufen. Eine Wiederwahl ist möglich und erfolgt dann für zwölf Jahre.

Gewählt ist, wer mehr als die Hälfte der Stimmen der gesetzlichen Zahl der Synodalen erreicht hat. Das sind mindestens 27 Stimmen. Die Synode umfasst derzeit 53 Mitglieder. Wird diese Mehrheit im ersten Wahlgang nicht erreicht, wird die Wahl in gleicher Weise wiederholt. Im dritten und vierten Wahlgang ist gewählt, wer mehr als die Hälfte der Stimmen der anwesenden Mitglieder der Landessynode erhalten hat.

Verfasser: Michael Strauss