Propstei Braunschweig
23.09.19

Leitungsämter werden neu besetzt

Synode wählt Oberlandeskirchenräte für Rechts- und Personalabteilung

Synodenpräsident Dr. Peter Abramowski gratuliert Ulrike Brand-Seiß und Dr. Jan Lemke zur erfolgreichen Wahl. Foto: Agentur Hübner

Braunschweig/Wolfenbüttel. Die braunschweigische Landessynode nimmt die Neubesetzung von Leitungsämtern in der Landeskirche vor. Sowohl für die Leitung der Rechts- als auch der Personalabteilung im Landeskirchenamt Wolfenbüttel müssen neue Personen gewählt werden. Die Wahl erfolgt am Samstag 21. September, ab 9 Uhr im Rahmen einer Synodaltagung auf dem Kirchencampus in Wolfenbüttel.

Um die Leitung der Rechtsabteilung kandidieren Professor Dr. Christoph Goos (44) aus Halberstadt und Dr. Jan Lemke (52) aus Magdeburg. Einzige Kandidatin für die Leitung der Personalabteilung ist Pastorin Ulrike Brand-Seiß (56) aus Hamburg. Die Gewählten sind als Oberlandeskirchenräte Mitglied im Kollegium des Landeskirchenamtes. Es stellt neben der Landessynode, der Kirchenregierung und dem Landesbischof eines der vier Leitungsorgane der Landeskirche dar. Die Mitglieder werden zunächst für sechs Jahre gewählt.

Dr. Christoph Goos vertritt seit 2017 eine Professur für Öffentliches Recht (Sozial- und Dienstrecht) an der Hochschule Harz in Halberstadt. Außerdem ist er Lehrbeauftragter an der Universität Halle-Wittenberg. Seit 2002 wirkte er in verschiedenen wissenschaftlichen Positionen am Institut für Öffentliches Recht der Universität Bonn. Zuletzt in Vertretung des Lehrstuhls von Bundesverfassungsrichter Udo di Fabio. Davor war Goos als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Erlangen-Nürnberg tätig. Sein Jura-Studium absolvierte er in Heidelberg. Der in einem badischen Pfarrhaus aufgewachsene Jurist ist ledig.

Dr. Jan Lemke ist seit 1995 Richter am Landgericht Magdeburg und zuständig für Zivil- und Strafsachen. Vor seinem Referendariat in Oldenburg studierte er Jura an den Universitäten Kiel und Trier. Lemke ist seit 2015 Mitglied der 12. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Vollversammlung der Union Evangelischer Kirchen (UEK). Außerdem ist er Mitglied der Landessynode der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) und wirkte in deren Verfassungskommission mit. Der in Kiel und Wilhelmshaven aufgewachsene Jurist ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Ulrike Brand-Seiß (Hamburg) ist seit 2009 als Theologische Referentin im Gemeindedienst der Nordkirche tätig. Dort ist sie unter anderem zuständig für Fragen der Gemeindeentwicklung sowie für die Bereiche Leitung und Ehrenamt. Zuvor wirkte sie vier Jahre lang als Pastorin in der „Arbeitsstelle für Reformumsetzung und Organisationsentwicklung“. Von 1993 bis 2001 war sie für die Jugendarbeit im Kirchenkreis Eckernförde zuständig. Das Vikariat absolvierte Brand-Seiß in der Kirchengemeinde Waabs sowie in der deutschsprachigen Gemeinde in Madrid (Spanien). Theologie studierte sie in Kiel und Heidelberg. Ulrike Brand-Seiß ist verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Kindern.

Gewählt ist, wer mehr als die Hälfte der Stimmen der gesetzlichen Zahl der Synodalen erreicht hat. Das sind mindestens 27 Stimmen. Die Synode umfasst derzeit 53 Mitglieder. Wird diese Mehrheit im ersten Wahlgang nicht erreicht, wird die Wahl in gleicher Weise wiederholt. Im dritten und vierten Wahlgang ist gewählt, wer mehr als die Hälfte der Stimmen der anwesenden Mitglieder der Landessynode erhalten hat.

Die Wahlen sind nötig geworden, weil Oberlandeskirchenrat Hans-Peter Vollbach (Rechtsabteilung) am 1. September seine neue Aufgabe als Kirchenamtspräsident der sächsischen Landeskirche in Dresden übernommen hat und Oberlandeskirchenrätin Brigitte Müller (Personalabteilung) zum 1. Oktober in den Ruhestand tritt.

 

Verfasser: Michael Strauss