Propstei Braunschweig
07.12.19

Manchmal kommt ein Engel einfach so vorbei

Kreuzgemeinde und Wicherngemeinde: Lebendiger Adventskalender mit Kekstausch-Börse und Offenem Singen

Eine Zahl für jeden Gastgeber: Carina Kasprzyk (ganz rechts) hängt die Zettel in der Kreuzkirche auf, Silke Dohlien und Elge Rahm (von links) helfen mit.

Ein Dezember ohne Lebendigen Adventskalender? Das wäre für Carina Kasprzyk, Dagmar Lendrat, Elge Rahm und Silke Dohlien sicher nicht vorstellbar. Seit Jahren organisieren die vier den Lebendigen Adventkalender für die Kreuzgemeinde und die Wicherngemeinde und sind nach wie vor mit Begeisterung dabei. „Die Planungen haben bereits im Sommer begonnen, bei über 40 Grad“, schmunzelt Carina Kasprzyk. Schließlich muss rechtzeitig ein Aufruf im Gemeindebrief platziert werden, um mögliche Gastgeber zu werben. Das hat geklappt. Insgesamt 27 Familien und Institutionen haben sich gefunden, um Gäste in der Adventszeit willkommen zu heißen, manche in der Kreuzgemeinde, manche in der Wicherngemeinde und andere Gastgeber wie die Ortsbücherei oder der Gospelchor öffnen ihre Kalendertüren für Einwohner aus beiden Gemeinden. Besonders erfreulich, so Elge Rahm: Es sind wieder viele neue Familien dabei.
An diesem trüben Novemberabend sitzt das Organisationsteam voller Vorfreude bei den ersten Weihnachtsplätzchen der Saison und plant den Ablauf des Gottesdienstes, mit dem der Lebendige Adventskalender in der Kreuzkirche eröffnet werden soll. Für alle Gastgeber hat Silke Dohlien ein persönliches Anschreiben und ein weißes Blatt mit einer großen roten Zahl ausgedruckt. Es markiert den Tag im Dezember, an dem die Einzelnen ihre Türen für Nachbarn und Bekannte öffnen, um zu klönen, gemeinsam zu singen, einer weihnachtlichen Geschichte, einem Gedicht oder etwas Musik zu lauschen. Doch die roten Zahlen allein sind zu nüchtern. Daher wird auf die Rückseite jedes Blattes die Silhouette eines Engels gezeichnet und Carina Kasprzyk schreibt mit einem goldenen Stift einen Spruch dazu: „Manchmal kommt ein Engel einfach so vorbei und hängt einen kleinen Stern in Deinen Tag.“  Sehr schön - die vier sind zufrieden.
Zwischen fünf und 30 Besuchern, so berichtet Dagmar Lendrat, werden an den Abenden erwartet. Manchmal ist es eine kleine, gemütliche Runde mit intensiven Gesprächen, manchmal kommen mehr. Besonders beliebt bei den Kindern ist Samstag, der 7. Dezember, wenn es im Backhäuschen an der Pfarrscheune frische  Plätzchen gibt. Tradition hat auch die Einladung von Familie Brinkmann, bei der Werner Grevecke stets auf der Drehorgel das spanische Weihnachtslied „Feliz Navidad“ spielt. „Das ist Pflichtprogramm“, sagt Silke Dohlien. Und auf noch einen Termin möchten die vier nicht verzichten: den 23. Dezember, wenn das Organisationsteam zum Abschluss des Offenen Adventkalenders in das Pfarrhaus der Kreuzgemeinde einlädt. Denn dann kann es Weihnachten werden.

„In der Weihnachtsbäckerei…“ lautet das Motto des Offenen Adventskalenders von der Kreuzgemeinde und der Wicherngemeinde am heutigen Samstag, 7. Dezember, um 15 Uhr, Treffpunkt ist das Backhäuschen an der Pfarrscheune in der Großen Straße.
Am Samstag, 14. Dezember, findet der Offene Adventskalender mit einem Offenen Adventssingen und der Kekstausch-Börse in der Wichernkirche statt,  Beginn ist um 16 Uhr.

Verfasser: Rosemarie Garbe