Propstei Braunschweig
14.12.19

Biblische Geschichten kommen bei den Kleinen am besten an

Kindergottesdienst in der Rautheimer St.-Aegidienkirche: Rituale gehören dazu

Alle machen mit: Ulrike Iden (vor dem Altar links) und Kristina Eß (rechts daneben) gehören zum Rautheimer Kindergottesdienst-Team.

„Hallo, herzlich Willkommen. Schön, dass Du da bist.“ Freundlich begrüßt Ulrike Iden jedes Kind an der Tür, das an diesem Mittwochnachmittag in die Rautheimer St.-Aegidienkirche kommt. Die Glocken läuten, es ist Kindergottesdienst. Vor allem Mädchen im Kindergartenalter hocken vor den Altar, begleitet von Müttern und kleinen Geschwistern, auch ein Vater ist dabei. Ganz vorn sitzen Ulrike Iden und ihre Mitstreiterin Kristina Eß mit ihren Handpuppen Rosi und Zotti. Die beiden bereiten gemeinsam mit Claudia Stephan, Britta Salgmann und Angela Hoffmann den Kindergottesdienst vor, der alle sechs bis acht Wochen in Rautheim stattfindet. „Es ist wichtig, dass Kinder die Liebe Gottes erfahren und Kontakt zum Glauben und zur Kirche bekommen“, sagt Ulrike Iden. 
Besonders empfänglich für die biblischen Geschichten sind die Vier- bis Fünfjährigen, weiß Kristina Eß. Sie selbst hat bereits nach ihrer Konfirmation angefangen, sich für den Kindergottesdienst zu engagieren und gehört seit 2012 zum Rautheimer Team. Unerlässlich im Kindergottesdienst sind Rituale, feste Elemente, die immer wiederkehren. So wie das Eingangs-Lied „Einfach spitze, dass Du da bist“, das die Kinder gut kennen und zu dem sie klatschen, hüpfen und tanzen, auch eine Geschichte, ein abschließendes Lied und ein Gebet dürfen nicht fehlen.
An diesem Nachmittag liest Ulrike Iden etwas über einen kleinen Jungen vor, der in der Adventszeit auf Weihnachten wartet. Doch als sie merkt, dass die Aufmerksamkeit nachlässt, geht’s ins Gemeindehaus, denn Abwechslung ist wichtig. So haben die Kinder bereits die Kirche erkundet, den Turm bestiegen und die Orgel in Augenschein genommen. Bei der Geschichte von der Arche Noah haben sie ihre Kuscheltiere mitgebracht, bei einer anderen Geschichte kamen viele bunte Tücher zum Einsatz, um daraus einen Regenbogen zu legen. Heute stechen einige Mädchen Sterne aus Lebkuchenteig aus, andere malen und spielen.
Ein paar Türen weiter bereitet Pfarrerin Dorit Christ mit den Älteren das Krippenspiel vor. Die Rollen sind verteilt, die Engel und Maria sind ausstaffiert, jetzt sind Kaiser Augustus und der Statthalter Quirinius an der Reihe. „Zieht Euch warm an“, ermahnt die Pfarrerin die Kinder zum Abschluss. Denn das Krippenspiel wird Heiligabend in einer Scheune aufgeführt, in der auch eine richtige Kuh und ein Kälbchen stehen.  
Der Kindergottesdienst in St.-Aegidien ist beliebt, die Kinder kommen nicht nur aus dem Ort, sondern auch aus der Südstadt und aus Mascherode. Und eine junge Mutter macht sich mit ihren drei Kindern Clara, Luisa und Jonah stets aus der Weststadt auf den Weg nach Rautheim: „Der Kindergottesdienst hier ist locker, rund und kindgerecht.“ Sie wird wiederkommen.
Der nächsten Kindergottesdienste im neuen Jahr finden am Mittwoch, 29. Januar, und am Mittwoch, 18. März, jeweils um 16 Uhr in der Rautheimer
St.-Agidienkirche statt.

Verfasser: Rosemarie Garbe