Propstei Braunschweig
11.01.20

Anfassen, wo Hilfe gebraucht wird

Ole-Laurids Zöllkau absolviert seinen Bundesfreiwilligendienst in der Bugenhagen-Gemeinde

Vor dem Jugendzentrum in Gliesmarode: Ole-Laurids Zöllkau absolviert seinen Bundesfreiwilligendienst in der Bugenhagen-Gemeinde.

Über Langeweile kann Ole-Laurids Zöllkau nicht klagen. Seit August ist er als sogenannter Bufdi, als Mitarbeiter im Bundesfreiwilligendienst, in der Bugenhagen-Gemeinde und hat alle Hände voll zu tun. Er fährt Senioren aus der Gemeinde zum Altenkreis und zurück, kümmert sich nachmittags um die Kinder auf dem Aktivspielplatz am Karl-Hintze-Weg, übernimmt Botendienste, unterstützt die Hauptamtlichen im Schulkindhaus, die Grundschülern nach dem Unterricht bei den Hausaufgaben helfen, fasst überall mit an, wo Hilfe gebraucht wird. Und er sorgt auf den Wegen und den Treppen vor der Kirche für Sauberkeit. Laubfegen, so räumt der 19-Jährige ganz offen ein, ist allerdings nicht wirklich sein Ding. Da macht ihm der Umgang mit den Kindern weitaus mehr Spaß und sie sind auch der Grund, warum er sich nach dem Abitur an der IGS Querum für einen sozialen Dienst entschieden hat: „Ich wusste nicht, was ich studieren soll und möchte später gern etwas im sozialen Bereich machen.“  
Für die Mitarbeit in der Bugenhagen-Gemeinde sprach noch ein weiterer Grund: Hier wurde er getauft und konfirmiert und den Aktivspielplatz mit der Ferienbetreuung im „Zweistromland“ hat er bereits als kleiner Junge kennengelernt. Doch jetzt ist Ole-Laurids nicht nur ein Spielkamerad unter den mehr als 50 Kindern im Schulkindhaus, sondern jemand, der sich auch Gehör und Respekt verschaffen will. Das kann anstrengend sein, findet er, vor allem an Montagen: „Da sind die einen völlig aufgedreht und andere völlig entspannt.“  
Zum Bundesfreiwilligendienst gehört allerdings nicht nur die Mitarbeit in der Gemeinde. Der 19-jährige hat gemeinsam mit anderen Bufdis Seminare in Verden und Hannover besucht, bei denen es um ganz unterschiedliche Themen ging, beispielsweise um den Umweltschutz oder um die Herausforderungen, die die Arbeit mit Menschen mit Behinderungen mit sich bringt. Schließlich sind die Bundesfreiwilligendienstler in vielen Bereichen im Einsatz, um Wartezeiten sinnvoll zu überbrücken, sich zu orientieren oder einfach etwas Gutes zu tun. In Hinblick auf spätere Bewerbungen, da ist Ole-Laurids Zöllkau überzeugt, ist es auf jeden Fall positiv, einen derartigen Dienst zu absolvieren. „Das macht sich gut im Lebenslauf und zeigt Engagement.“ Empfehlen kann er den Einsatz als Bufdi vor allem denen, die noch nicht so genau wissen, was sie künftig beruflich machen wollen: „Das kann manchen sicher die Augen öffnen.“


Info:
Informationen über den Bundesfreiwilligendienst und die Einsatzstellen gibt es Internet unter www.bundesfreiwilligendienst.de

 

 

Verfasser: Rosemarie Garbe