Propstei Braunschweig
09.01.20

Für das Label „Faire Gemeinde“

Am angebotenen Seminar nahmen fünf Gemeinden teil

Die Landeskirche hatte unter dem Label 2019 eine Initiative gestartet, Kirchengemeinden zu motivieren, sich in der Alltäglichkeit für die Bewahrung der Schöpfung zu engagieren.
Dem Aufruf der Landeskirche zur Teilnahme an einem entsprechenden Seminar folgten neben der Wichern Gemeinde noch fünf weitere Gemeinden (St. Johannis, St. Pauli-Matthäus, Emmausgemeinde, Weststadt, Mascherode und St. Johannes,Hondelage). Das Seminar fand an zwei Abenden als Blockveranstaltung statt und wurde an weiteren Terminen noch einmal wiederholt, um möglichst viele Interessierte zu erreichen. Was ist unter dem Begriff „Faire Gemeinde“ zu verstehen? Die Gemeinde soll möglichst viele Aspekte von fairem Handeln bewusst umsetzen. Dabei stützt sich der Begriff „fair“ letztlich auf drei Säulen: ökologisch, umweltgerecht und sozial gerecht.
Kirchengemeinden, die sich an dem Projekt „Faire Gemeinde“ beteiligen, sollen in einer Selbstverpflichtungserklärung selbst festlegen, welche konkreten Schritte sie gehen wollen. Werden genügend Kriterien erfüllt, wird von der Landeskirche das Label „Faire Gemeinde“ vergeben. Dies würde bedeuten, die Idee hinauszutragen, sich mit anderen Gemeinden zu verknüpfen und auch öffentlich wirksam bei Veranstaltungen zu agieren und als Multiplikator für nachhaltiges und faires Handeln zu werben.

Faire Kriterien sind unter anderem:
Einsatz von Mehrweggeschirr bei Veranstaltungen,
Angebot möglichst regional erzeugter Produkte (auch vegetarisch und vegan),
Blumenschmuck sowie Geschenke aus der Region bzw. fairem Handel,
sparsamer Umgang mit Papier, möglichst Recyclingpapier,
Bezug von Ökostrom und Maßnahmen zur Energieeinsparung sowie
Aktionen zur Förderung und Bekanntmachung fairen Handelns.

Neben den genannten Kriterien sind auch weitere eigene Ideen (zum Beispiel umweltfreundliche Textilien, ethische Geldanlage) zu entwickeln.
Das Projekt „Faire Gemeinde“ muss natürlich von den Gemeinden vertreten durch den Kirchenvorstand, getragen werden.
 

Verfasser: Dr. Peter Renken, Wichern Gemeinde