Propstei Braunschweig
13.01.18

Sammeln für Motten und Rost?

„Na, hast Du wieder was für unseren Umzug im Herbst gekauft?“ So begrüßt mich meine Frau seit Monaten, wenn ich Sonnabends von meiner sehr geliebten Flohmarktrunde auf dem „Harz und Heide
Gelände“ zurückkomme. Sie spielt darauf an, dass wir im Herbst dieses Jahres wegen meines Ruhestandes unser großes Pfarrhaus räumen und in eine kleinere Wohnung umziehen müssen. Da gilt es, sie hat ja so recht, auszusortieren, aufzugeben, sich von vielem zu trennen…
Aber ich kann es trotzdem nicht lassen: wenn ich etwas finde, was meine Sammelgebiete betrifft und es erschwinglich ist, dann kaufe ich es, auch wenn es erst einmal im Keller eingelagert
werden muss.
Ich befürchte: so sind aber alle die, die gerne etwas sammeln. Die „Sammelleidenschaft“ beherrscht uns und das bringt eben auch tatsächlich dann und wann wirklich Leiden mit sich. Jesus Christus gönnt uns Sammlern sicher unser Hobby und hätte sich höchstwahrscheinlich auch nicht gegen Flohmärkte ausgesprochen. Aber er hat allen Sammlern –auch jenen, denen es nur um „nackte“ Vermögenswerte geht, die Warnung zugerufen, an die Vergänglichkeit dessen zu denken, was sie sich zusammen sammeln: Motten und Rost würden dafür sorgen, dass alles einmal zu Staub und Asche zerfiele! Und gleichzeitig mahnte er das Sammeln von Schätzen im Himmel an. Die gibt es allerdings auf keinem noch so edlen Antik- oder normalen Flohmärkten. Auch bei Banken können sie nicht erworben werden. Schätze im Himmel, das sind die Gaben, die Gott für uns Menschen bereit hält. Und zwar kostenfrei! Als pure Geschenke. Für mich sind dabei am Wichtigsten: die Vergebung meiner Schuld und die feste Hoffnung auf das ewige Leben. Beides ist für mich schon erworben durch seinen Sohn Jesus Christus. Die „Einsammelstelle“ für diese himmlischen Schätze sind die Gottesdienste, zu denen ich Sie morgen herzlich einlade!


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Verfasser: Pfarrer Wolfgang Jünke


Diese Pfarrer/innen schreiben in der Samstag-Ausgabe der Braunschweiger Zeitung das "Wort zum Sonntag"

Pröpstin Uta Hirschler, Schützenstraße 23, 38100 Braunschweig
Pfarrer Jens Paret, St. Johannes Hondelage, Johannesweg 4
Pfarrer Henning Böger, St. Magni, Hinter der Magnikirche 7, 38100 Braunschweig
Pfarrerin Johanna Klee, St. Pauli-Matthäus, Jasperallee 14, 38102 Braunschweig
Pfarrerin Maria Schulze, Klinikum Holwedestraße und Herzzentrum Kinikum Salzdahlumer Straße
Pfarrer Friedhelm Meiners, St. Martini, Eiermarkt 3, Braunschweig