Propstei Braunschweig

Wahlgrabstätten

Doppel-Wahlgrabstätten mit gärtnerischer Bepflanzung für die Bestattung von zwei Särgen (Foto: Haas 2016)

Belegung

In Wahlgrabstätten ist je Stelle eine Erdbestattung zulässig. Die Ruhefrist für einen Sarg beträgt 25 Jahre.
Die Beistellung von Urnen kann gegen eine Gebühr zugelassen werden. Die Ruhefrist beigestellter Urnen beträgt 20 Jahre.

Wahl der Lage einer Grabstätte

Die Angehörigen suchen gemeinsam mit einem Mitarbeitenden der Friedhofsverwaltung eine Wahlgrabstätte auf dem Friedhof aus.

Nutzungsrechte

Die Nutzungsrechte werden mit Zahlung der Graberwerbsgebühren für 25 Jahre verliehen.
Das Nutzungsrecht an einer Wahlgrabstätte muss gebührenpflichtig verlängert werden, wenn die Ruhefrist einer weiteren Bestattung dies erfordert.
Eine freiwillige Verlängerung um volle Jahre kann bis zu drei Jahre vor Ablauf der Nutzungsrechte beantragt werden.
Nach Ablauf der Nutzungsrechte räumt die Friedhofsverwaltung die Grabstätten ab. Bei Grabstätten, die nach dem 15.09.2010 erworben wurden, ist die Entfernung von Bepflanzung und Einfassung bereits anteilig enthalten.

Vorerwerb zu Lebzeiten

Ein Vorerwerb zu Lebzeiten ist möglich. Das Nutzungsrecht beginnt mit Zahlung der Graberwerbsgebühren.

Hinweise zur Grabpflege

Wahlgrabstätten sind von den Nutzungsberechtigten gärtnerisch zu bepflanzen und für die gesamte Nutzungsdauer zu pflegen.
Die Angehörigen können mit der Grabpflege eine Friedhofsgärtnerei oder die Friedhofsverwaltung (nur bei Grabstätten auf dem Hauptfriedhof Braunschweig) beauftragen.
Die Größe der Wahlgrabstätten variiert. Einstellige Wahlgrabstätten haben je nach Lage eine Größe von ca. 2 m² (II. Ordnung) oder ca. 4 m² (I. Ordnung). Entscheidend für die tatsächliche Größe und das Format sind aufgrund der historisch gewachsenen Strukturen stets die örtlichen Gegebenheiten.

Aufstellung von Grabmalen

Auf Wahlgrabstätten können stehende und/oder liegende Grabmale errichtet werden; sie müssen Gestaltungsvorgaben entsprechen.
Die Genehmigung wird vom Steinmetz bei der Friedhofsverwaltung vor der Anfertigung des Grabmals beantragt. Für Grabmalgenehmigung, laufende Kontrolle der Standsicherheit und Abräumung der Grabmale nach Ablauf der Nutzungsrechte werden Gebühren erhoben. Diese sind im Voraus zu entrichten.