Propstei Braunschweig

Kurzcharakteristik

Südlich der Gerstäckerstraße, „An der Stadthalle 1", liegt der seit 1720 genutzte Friedhof der St. Magni-Gemeinde in der Altewiek. Er ist heute mit dem östlich liegenden Domfriedhof zu einer Fläche vereinigt.
Der St. Magnifriedhof ist der einzige der im 18. Jahrhundert vor den Toren der Stadt angelegten Begräbnisplätze der Braunschweiger Innenstadtkirchen, auf dem heute noch Bestattungen möglich sind.

Der Friedhof weist bedeutende Grabstellen auf. Hier sind unter anderem bestattet der 1781 verstorbene Dichter Gotthold Ephraim Lessing (Wegbereiter der deutschen Klassik), der 1840 verstorbene Architekt des Klassizismus,
Peter Joseph Krahe, die Verleger Joachim Heinrich Campe (1746-1818), Friedrich Vieweg (1761-1835) und Georg Westermann (1810-1879) sowie der Erzgießer und Bildhauer Georg Ferdinand Howaldt (1802-1883).

Unter einem alten Baumbestand befindet sich ein verzweigtes Netz aus Rasenwegen. Besonders anziehend und deshalb von vielen aufgesucht sind die zu abertausenden blühenden Scilla sibirica (Blausternchen), die den St. Magnifriedhof im Frühjahr in einen blauen Blütenteppich verwandeln.
Damit Scilla sibirica aussamen und genug Reservestoffe für das kommende Jahr bilden kann, wird mit dem ersten Rasenschnitt bis nach dem 15.06. gewartet.

 

 

Seit Herbst 2020: Urnen am Baum im historischen Umfeld

Hier können Urnen an einem von Ihnen ausgesuchten Baum naturnah und direkt in der Innenstadt beigesetzt werden. Sie brauchen keine Grabpflege zu übernehmen und können zum Gedenken einen Kissenstein bodenbündig einlegen lassen.