Propstei Braunschweig

Kurzcharakteristik

Nachdem der unmittelbar neben der romanischen Kirche von Melverode mit Gräbern belegte Kirchhof keine Kapazitäten mehr hatte, erfolgte 1884 die Einweihung des jetzigen Friedhofes in der „Glogaustraße 15”. Bereits 1901 und 1905 musste er erweitert werden.

Das 1908 errichtete Leichenhaus wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zunehmend als Kapelle für Trauergottesdienste genutzt. Aufgrund der sehr bescheidenen Ausstattung finden die meisten Trauergottesdienste in der Nicolaikirche statt.

Langcharakteristik

Erscheinungsbild

An der Glogaustraße 15 im Stadtteil Melverode liegt dieser Friedhof mit 4.917 m² Grundfläche. Der Friedhof Melverode ist in drei Abteilungen untergliedert. Das Gelände ist eben. Der sandige Boden ist für eine Bestattung von Leichen gut geeignet.

Der Friedhof wird im Norden zur Glogaustraße von einerLiguster-Schnitthecke begrenzt. Im Osten und Südosten ist eine gemischte Gehölzpflanzung mit größeren Laubbäumen (Eiche, Birken) angelegt. Im Südwesten und Westen begrenzt eine Mauer mit vorgepflanzter Eibenhecke den Friedhof zur Wohnbebauung. Entlang der Glogaustraße, der östlichen und südlichen Grundstücksgrenze und innerhalb sämtlicher Grabfelder wachsen Großgehölze. Hauptbaumarten sind Birke, Linde und Eiche.

Nahezu sämtliche Wege auf dem Friedhof sind als Rasenwege ausgeführt. Lediglich im nördlichen Eingangsbereich an der Kapelle und in Abteilung 1 wurden mit Betonplatten befestigte Wege angelegt.
Zwei Wasserbecken sind auf dem Friedhof vorhanden. Sie wurden hinter der Kapelle und in Abt. 1 aufgestellt, so dass die Strecke von einer Grabstätte zu einer benachbarten Wasserstelle rund 30 m beträgt. Der Abfallplatz liegt hinter der Kapelle.

Aufgrund des sandigen Bodens, den zahlreichen Gebüschen und Böschungen auf den benachbarten Sportplatzflächen und fehlendem Jagddruck hat sich eine individuenstarke Kaninchenpopulation entwickelt. Diese verursacht auf dem Friedhofsgelände Melverode massive Verbiss- und Wühlschäden an den Grabbepflanzungen. Geeignete Maßnahmen zur Senkung der Schäden gibt es leider nicht.

Grabfelder

Abteilung 1 erstreckt sich links der Kapelle. Die Anordnung der Grabstätten ist uneinheitlich. In den älteren Bereichen erfolgt sie in Nord-Süd-Richtung. Die Grabmale zeigen in östliche Richtung. Neu eingeteilte Grabreihen sind teilweise in Ost-West-Richtung angelegt worden. Die älteste noch vorhandene Grabstätte Borns stammt aus dem Jahr 1936; deren Grabmal zeigt nach Westen.

Die Ausrichtung der Grabstättenreihen in Abteilung 2 erfolgt einheitlich in Nord-Süd-Richtung. Zwischen zwei Grabstättenreihen wurden stellenweise Spieren-Hecken angepflanzt; diese wurden in den vergangenen Jahren weitgehend entfernt. In dem Grabfeld wachsen drei große alte Linden. Deren dichtes Wurzelwerk macht eine Belegung der freien Grabstätten in der Kronentraufe unmöglich.
Der westliche Teil der Abteilung 2 wird zur Beisetzung von Urnen in Urnenwahlgrabstätten II. Ordnung (0,5 m² Fläche) genutzt.

In Abteilung 3 befinden sich Urnengrabstätten für Namensplatte (für 2 Urnen). Der südliche Teil der Abteilung 3 ist als Erweiterungsfläche für dieses Urnengrabfeld derzeit noch frei.

Grabarten

Für die Bestattung eines Verstorbenen stehen, je nach Bestattungsart (Erdbestattung oder Urnenbeisetzung) verschiedene Grabarten zur Verfügung. Aktuell werden folgende Grabarten angeboten:

Erdwahlgrabstätten
Erdwahlgrabstätten können in den Abteilungen 1 und 2 erworben werden.

Urnenwahlgrabstätten
Urnenwahlgrabstätten sind auf dem in den Abteilungen 1 und 2 verfügbar.

Urnengrabstätten für Namensplatte (für 2 Urnen)
Sie liegen auf dem Friedhof Melverode in Abteilung 3.

Kapellenausstattung

Die Friedhofskapelle verfügt über 10 Sitzplätze auf Stühlen. Zur musikalischen Begleitung der Trauergottesdienste steht KEIN Instrument zur Verfügung.

Aufgrund der sehr bescheidenen Ausstattung finden die meisten Trauergottesdienste in der Nicolaikirche statt.

Bereiche mit allgemeinen Gestaltungsvorgaben für Grabmale

Für Erdwahlgrabstätten in Abteilung 2 gelten lediglich allgemeine Gestaltungsvorgaben.
Für alle übrigen Abteilungen und Bereiche gelten besondere Gestaltungsvorgaben.