Propstei Braunschweig

Kurzcharakteristik

Der alte Kirchhof rund um den Vorgängerbau der heutigen Kirche St. Jürgen in Ölper wurde 1826 stillgelegt.

Fortan wird die neue Fläche am „Papenkamp 15” als Friedhof genutzt. 1855 und 1882 wurde der Friedhof erweitert.

Das 1864 errichtete denkmalgeschützte „Totenhaus” ist inzwischen ohne Funktion, die heutige Kapelle stammt aus dem Jahre 1969.

Langcharakteristik

Urnenwahlgrabstätten in Abteilung 1
Erdwahlgrabstätten in Abteilung 2
Erdwahlgrabstätten in Abteilung 3
Urnengrabstätten für Namensplatte (für 2 Urnen) in Abteilung 1
Kriegsgräberstätte Familie März (+ 26.04.1944)
Innenansicht der Friedhofskapelle
Hammondorgel

Erscheinungsbild

Der Friedhof Ölper umfasst 7.170 m² Grundstücksfläche. Er ist in 4 Abteilungen untergliedert. Das Gelände ist nahezu eben und befindet sich auf einer Anhöhe oberhalb der Okeraue. Der Friedhof wird von verschiedenen Strauchpflanzungen und Schnitthecken (u.a. Weißdorn, Feldahorn) begrenzt.
Im Übergang zur Okeraue ist der Baumbestand aus Ahorn an der Hangkante dominant. Innerhalb der Grabfelder wachsen einige Gehölzgruppen und Einzelbäume. Das alte „Totenhaus" wird von zwei Kastanien und einer Esche umrahmt. An der neuen Friedhofskapelle stehen Robinien, Eschen, Eiben und eine Zeder. Des Weiteren wachsen einzelne Birken auf Grabstätten.

Direkt am Eingang steht ein Schöpfbrunnen aus Ibbenbürener Sandstein mit biblischen Motiven. Ein zweites Wasserbecken steht am Hauptweg hinter der neuen Friedhofskapelle in zentraler Lage, ein drittes am Ende der Hauptwegeachse in Höhe des Granithochkreuzes. Die Strecke von einer Grabstätte zur nächsten Wasserstelle beträgt etwa 25 m.

Der Friedhof verfügt über einen zentralen Abfallplatz an der Grundstücksgrenze zum Papenkamp 16 in Abteilung 4. Aufgrund der guten Erreichbarkeit wird der Abfallplatz in starkem Maße von Unbefugten für wilde Müllablagerungen aller Art genutzt.

Grabfelder

Die Abteilung 1 liegt auf dem nördlichen Teilbereich des Flurstücks 33 in direktem Anschluss an die Hangkante zur Okeraue. Die Anordnung der Grabstätten erfolgt in Reihen in Nord-Süd-Richtung. Die Grabmale der Erdwahlgrabstätten zeigen in östliche Richtung. Die Urnengrabstätten sind ebenso nach Osten ausgerichtet. Lediglich die Familienbegräbnisplätze weichen von dieser Grundanordnung ab; sie zeigen nach Süden.
Die älteste noch vorhandene Grabanlage des Ölper Pastors Rudolf Scheller stammt aus dem Jahr 1913 (siehe 01 II 024/025 Scheller/Pohl).

Die Abteilung 2 schließt sich an Abteilung 1 an. Die Ausrichtung der Grabreihen erfolgt ebenfalls in Nord-Süd-Richtung. Die Grabmale der Erdwahlgrabstätten zeigen in östliche Richtung. In Abt. 2 steht auch das 1864 errichtete „Totenhaus".

In Abteilung 3 (hinter der neuen Friedhofskapelle) befinden sich Erdwahlgrabstätten und im Bereich zur Hangkante der Okeraue Urnenwahlgrabstätten und Urnenreihengrabstätten. Die Anordnung der Erdwahlgrabstätten erfolgt wie in den Abteilungen 1 und 2. Die Urnengrabstätten weichen mit einer Kopf-an-Kopf-Belegung vom üblichen Belegungsmuster ab.

Die Belegung mit Erdbestattungen in Abteilung 4 (zwischen Eingangsbereich und neuer Friedhofskapelle) wurde nach Fertigstellung der neuen Friedhofskapelle ab 1971 begonnen. Aufgrund der Kopf-an-Kopf-Belegung der Grabreihen zeigen die Grabmale nach Westen und nach Osten. Die Urnenwahlgrabstätten mit zentral anzuordnendem Grabmal, deren Erstbelegung ab 1983 erfolgte, liegen vor der Giebelseite der Friedhofskapelle.

Grabarten

Für die Bestattung eines Verstorbenen stehen, je nach Bestattungsart (Erdbestattung oder Urnenbeisetzung) verschiedene Grabarten zur Verfügung. Auf dem Friedhof Ölper werden aktuell folgende Grabarten angeboten:

Erdwahlgrabstätten
Erdwahlgrabstätten können auf dem Friedhof Ölper in den Abteilungen 1, 2, 3 und 4 erworben werden.

Urnenwahlgrabstätten
Urnenwahlgrabstätten liegen auf dem Friedhof Ölper in den Abteilungen 1 und 4.

Urnengrabstätten für Namensplatte (für 2 Urnen)
Sie sind auf dem Friedhof Ölper in Abteilung 1 angelegt.

Kapellenausstattung

Die Friedhofskapelle verfügt über etwa 80 Sitzplätze auf Stühlen, angeordnet in 7 Doppelreihen.
Aufgrund der wenigen schmalen Fenster und der hölzernen Deckenverkleidung ist der Innenraum eher gedrungen und dunkel.

Zur musikalischen Begleitung der Trauergottesdienste steht eine Hammondorgel des Typs Viscount CL 1 zur Verfügung.

Bereiche mit allgemeinen Gestaltungsvorgaben für Grabmale

Für die Erdwahlgrabstätten in Abteilung 3 gelten lediglich allgemeine Gestaltungsvorgaben.
Für alle übrigen Abteilungen und Bereiche gelten besondere Gestaltungsvorgaben.