Propstei Braunschweig

Friedhof Riddagshausen, Messeweg 3

Zur Kontaktaufnahme wenden Sie sich bitte an die Verwaltung des Hauptfriedhofs. Der Stadtplan-Service der Stadt Braunschweig zeigt Ihnen die genaue Lages des Friedhofs.

Kurzcharakteristik

Wegen Überfüllung des Kirchhofs nördlich der Klosterkirche, der lange Zeit auch für die Bewohner von Gliesmarode und Querum vorgesehen war, hatte man nach zehnjährigen zähen Verhandlungen mit den beteiligten Institutionen im Jahre 1884 den Friedhof am „Messeweg 3” in Benutzung genommen. Eine erste Erweiterung war bereits 1902 notwendig. Dabei wurde auch das Leichenhaus errichtet (Architekt: Wilhelm Bartels). Die nächste Erweiterung erfolgte 1913.

Langcharakteristik

Erscheinungsbild

Der Friedhof Riddagshausen umfasst heute 7.414 m² Grundfläche. Er ist in 5 Abteilungen untergliedert. Das Gelände fällt von Westen nach Osten zum Messeweg leicht ab. Der kiesig-sandige Boden ist für eine Bestattung von Leichen gut geeignet. Der alte Friedhofsteil an der Klosterkirche wird als Abteilung 6 bezeichnet.

Der Friedhof wird im Westen und Norden von verschiedenen Strauchpflanzungen begrenzt. Im Osten zum Messeweg ist entlang der Betonstützmauer eine Eibenhecke mit Unterpflanzung aus Cotoneaster und Efeu angepflanzt. Im Süden bilden ein Zaun sowie ein hüfthohe Hainbuchenhecke die Einfriedung zum benachbarten Wohngrundstück.
Der Hauptweg zur neuen Kapelle ist mit einer wassergebundenen Deckschicht versehen. Der Zuweg vom Messeweg an der Leichenhalle vorbei nach Westen ist befestigt, ebenso der Weg zum Abfallplatz.
Entlang der Wege, am Vorplatz der neuen Kapelle und innerhalb der Grabfelder wachsen zahlreiche Großgehölze. Hauptbaumarten sind Linde, Birke und Eiche. Die Pflanzung dieser Gehölze erfolgte zumeist in Reihen.
Zwei Wasserbecken sind auf dem Friedhof vorhanden. Das eine steht an der alten Kapelle in Abteilung 1. Das andere befindet sich am Zuweg von Abteilung 4 zu Abteilung 5. Sie wurden so aufgestellt, dass die Strecke von einer Grabstätte zu einer benachbarten Wasserstelle maximal 60 m beträgt. Die Abfallbehälter wurden mit den Standorten der Wasserbecken gekoppelt. Das Abfallsystem wird durch einen zentralen Abfallplatz am Stichweg zum Friedhof ergänzt.

Grabfelder

Abteilung 1 liegt auf dem südlichen Teilbereich direkt angrenzend an den Messeweg. Die Anordnung der Grabstätten erfolgt in Reihen ausnahmslos in Nord-Süd-Richtung. Die Grabmale der Erdwahlgrabstätten zeigen in östliche Richtung. Die älteste noch vorhandene Grabanlage Nehrkorn stammt aus dem Jahr 1902. Die Urnengrabstätte sind vom Messeweg weg nach Westen ausgerichtet.

Abteilung 2 schließt sich parallel nach Westen an Abteilung 1 an. Die Ausrichtung der Grabreihen erfolgt in Nord-Süd-Richtung. Die Grabmale der Erdwahlgrabstätten zeigen in östliche Richtung. Aufgrund der Kopf-an-Kopf-Belegung der Grabreihen 02 II 115-155 mit 156-195 zeigen nur die letztgenannten Grabmale nach Westen.

In Abteilung 3 befindet sich das alte Leichenhaus am Zuweg vom Messeweg. In der Abteilung 3 befinden sich noch vereinzelte Erd-, Urnen- und Kinderwahlgrabstätten. Die Anordnung der Grabstätten erfolgt in Reihen ausnahmslos in Nord-Süd-Richtung. Die Grabmale zeigen in östliche Richtung. Die Abteilung wird durch eine Reihe Säuleneichen und eine Reihe Linden gegliedert. Hier erfolgten seit Jahrzehnten keine Neuvergaben mehr, so dass eine weitgehend zusammenhängende Rasenfläche entstanden ist. Der zentrale Abfallplatz befindet sich am Rand der Abteilung. Die älteste noch vorhandene Grabanlage stammt aus dem Jahr 1944.

Die Belegung mit Erdbestattungen in Abteilung 4 wurde um 1945 begonnen. Die Grabmale der Erdwahlgrabstätten zeigen überwiegend in östliche Richtung. Aufgrund der Kopf-an-Kopf-Belegung der Grabreihen 04 II 030-060 mit 061-090 zeigen die zuerst genannten Grabmale ausnahmsweise nach Westen.

Die Erdwahlgrabstätten und Urnenwahlgrabstätten in Abteilung 5 wurden nach dem Bau der neuen Friedhofskapelle erstmalig belegt. Die Anordnung der Grabreihen und die Ausrichtung der Grabmale ist uneinheitlich.

Grabfeld an der Klosterkirche

Die Grabstätten der sogenannten Abteilung 6 um die Klosterkirche sind nicht näher erfasst worden, da sich dort nur noch eine Mehrfach-Erdwahlgrabstätte mit laufendem Nutzungsrecht befindet. Neuvergaben erfolgen dort nicht mehr.

Grabarten

Für die Bestattung eines Verstorbenen stehen, je nach Bestattungsart (Erdbestattung oder Urnenbeisetzung) verschiedene Grabarten zur Verfügung. Aktuell werden folgende Grabarten angeboten:

Erdwahlgrabstätten
Erdwahlgrabstätten können in den Abteilungen 1 bis 5 erworben werden.

Urnenwahlgrabstätten
Urnenwahlgrabstätten sind in den Abteilungen 1 und 5 verfügbar.

Urnengrabstätten für Namensplatte (für 2 Urnen)
Sie sind in Abteilung 4 vorhanden.

Kapellenausstattung

Die neue Friedhofskapelle verfügt über etwa 70 Sitzplätze. Die Ausstattung ist würdevoll.

Zur musikalischen Begleitung der Trauergottesdienste stehen eine kleine Orgel und ein Yamaha Digital Piano 105-D zur Verfügung.

Bereiche mit allgemeinen Gestaltungsvorgaben für Grabmale

Erdwahlgrabstätten in Abteilung 1 mit den Grabnummern 001-040 unterliegen lediglich allgemeinen Gestaltungsvorgaben. 
Für alle übrigen Abteilungen und Bereiche gelten besondere Gestaltungsvorgaben.