Propstei Braunschweig

Kurzcharakteristik

Bis 1804 mussten die Verstorbenen des Dorfes Rühme auf dem St. Magnifriedhof an der Gerstäckerstraße bestattet werden, weil Rühme kirchlich zu St. Magni in der Innenstadt eingepfarrt war.

Erst danach entstand der Begräbnisplatz „Am Wendenturm 1". Auf dem Friedhof wurde 1936 die St.Trinitatis Kirche gebaut, die gleichzeitig als Friedhofskapelle dient.

Langcharakteristik

Erscheinungsbild

Zwischen den Straßen am Wendeturm 1 und Osterbergstraße 21 im Stadtteil Rühme liegt dieser Friedhof mit 3.974 m² Grundfläche. Der Friedhof Rühme ist in zwei Abteilungen untergliedert. Das Gelände ist eben. Der sand-lehmige Boden ist für eine Bestattung von Leichen geeignet.

Der Friedhof wird im Norden zur Schule durch eine Thujahecke eingefasst. Zum Gemeinde-und Pfarrhaus von einer freiwachsenden Hecke mit unterschiedlichen Sträuchern. Im Osten und Nordosten ist eine gemischte Gehölzpflanzung mit größeren Laubbäumen (Eiche, Birken) angelegt. Im Süden befindet sich abschnittsweise eine dichte Strauchpflanzung zu den benachbarten Wohnhäusern. Als Überhälter stehen in der Strauchpflanzung überwiegend Eschen sowie eine Eiche und Kastanie. Das Urnengrabfeld in Abteilung 2 ist vom benachbarten Wohnhausgarten nur durch einen Maschendrahtzaun abgegrenzt.
Der Haupterschließungsweg zwischen Abteilung 1 und 2 ist mit Betonverbundstein-Pflaster befestigt. Entlang des Weges stehen im Bereich des Gemeinde- und Pfarrhauses Kugelrobinien als Allee gepflanzt, zur Kirche hin zwei Hainbuchen und eine Linde.

In Abteilung 1 befindet sich die St.-Trinitatis-Kirche, die gleichzeitig als Friedhofskapelle dient. Es gibt derzeit 2 Bänke auf dem Friedhofsgelände, von denen eine in Abteilung 1 an der Schule steht und eine in Abteilung 2 an der Kirche. Zwei Wasserbecken und ein Schöpfbrunnen sind auf dem Friedhof vorhanden. Sie befinden sich auf halber Strecke zwischen Kirche und Einfahrt und gegenüber dem Eingang zum Gemeindehaus. Der Weg von den Wasserbecken zu den Grabstätten ist zumutbar. Der zenrale Abfallplatz liegt hinter der St.-Trinitatis-Kirche.

Grabfelder

Abteilung 1 erstreckt sich nördlich des Hauptweges entlang des Schulgeländes. Die Anordnung der Grabstätten ist einheitlich in Nord-Süd-Richtung. Die Grabmale zeigen in östliche Richtung zur St.-Trinitatis-Kirche. Die älteste noch vorhandene Grabstätte Hintze/Wurm/Schmidt stammt aus dem Jahr 1896.
Hinter der Kirche befinden sich Urnenwahlgrabstätten, wenige eingestreute Urnenreihengrabstätten und Urnenrasengrabstätten mit Würfelsteinen.

Die Erdwahlgrabstätten in Abteilung 2 südlich des Hauptweges liegen einheitlich in Ost-West-Richtung. Die Grabmale zeigen nach Norden zum Hauptweg. Die Grabreihen wurden stellenweise durch Strauchpflanzungen untergliedert. Sie weisen aufgrund des historisch gewachsenen Zustands und der Einstreuung von Kindergrabstätten keine einheitliche Flucht auf. Zwischen den Erdwahlgrabstätten dieser Abteilung befindet sich zudem eine Reihe mit Urnenwahlgrabstätten (a-Nummern).
Der schmalere östliche Teil der Abteilung 2 zur Kirche hin wird zur Beisetzung von Urnen in kleinen Urnenwahlgrabstätten genutzt. Diese weisen zum Teil eine Kopf-an-Kopf-Belegung auf.

Grabarten

Für die Bestattung eines Verstorbenen stehen, je nach Bestattungsart (Erdbestattung oder Urnenbeisetzung) verschiedene Grabarten zur Verfügung. Aktuell werden folgende Grabarten angeboten:

Erdwahlgrabstätten
Erdwahlgrabstätten können in den Abteilungen 1 und 2 erworben werden.

Urnenwahlgrabstätten
Urnenwahlgrabstätten sind in den Abteilungen 2 verfügbar.

Urnengrabstätten für Namensplatte (für 2 Urnen)
Sie sind in Abteilung 2 vorhanden.

Ausstattung der St. -Trinitatis-Kirche

Fragen zur Ausstattung der St.-Trinitatis-Kirche richten Sie bitte an das dortige Gemeindebüro.

Bereiche mit allgemeinen Gestaltungsvorgaben für Grabmale

Erdwahlgrabstätten in Abteilung 1 mit den Grabnummern 103-241 unterliegen lediglich allgemeinen Gestaltungsvorgaben.
Für alle übrigen Abteilungen und Bereiche gelten besondere Gestaltungsvorgaben.