Propstei Braunschweig

Häufig gestellte Fragen

Welche Gestaltungsvorgaben muss ich für mein Grabmal einhalten?

Auf den vom Ev.-luth. Kirchenverband Braunschweig verwaltet Friedhöfen werden, sind Gestaltungsvorgaben einzuhalten. In vielen Abteilungen und/oder Bereichen gelten besondere Gestaltungsvorgaben; diese enthalten Vorgaben hinsichtlich Höhe, Breite, Mindeststärke oder Formatvorgaben.
Auf allen Friedhöfen gibt es aber auch Abteilungen und/oder Bereiche, die lediglich allgemeinen Gestaltungsvorgaben unterliegen; diese finden Sie unter den jeweiligen Kurzcharakteristika der Friedhöfe.
Die Gestaltungsvorgaben erhalten Sie als pdf-Datei unter dem Menüpunkt Service / Downloads.

Beim Aussuchen einer Grabstätte können Sie zwischen Abteilungen und/oder Bereichen mit besonderen bzw. allgemeinen Gestaltungsvorgaben wählen.

 

Darf ich mein Grab mit Kies auffüllen?

Sie dürfen Ihr Grab nicht mit Kies auffüllen, denn laut Friedhofsordnung ist die Verwendung von Kies, grababdeckende Platten und allen anderen toten Materialien zur Grabgestaltung verboten.
Die Nutzungsberechtigten erkennen diese Regelung wie auch alle anderen Inhalte der Friedhofsordnung und der -gebührenordnung mit der Inanspruchnahme unserer Friedhöfe für Bestattungszwecke für sich als bindend an. Einer gesonderten Aufklärung durch die Friedhofsverwaltung bedarf es dafür nicht.
Die Friedhofsverwaltung ist befugt, widerrechtlich aufgebrachte tote Material nach Ablauf einer Monatsfrist auf Kosten der Nutzungsberechtigten zu entfernen.

Vielmehr ist eine gärtnerisch bepflanzte Grabanlage mit einer bodenbedeckenden Bepflanzung ist vorzusehen. Die Wahl geeigneter Pflanzenarten minimiert den Grabpflegeaufwand nach der Anwuchsphase auf das Beseitigen der unwerwünschten Wildkräuter.
Die Durchwurzelung des Erdreichs mit Pflanzenwurzeln trägt zur Bildung von Feinporen in der durch die Bestattung zerstörten Bodenstruktur bei. Dadurch werden der Wasser- und Luftaustausch zwischen der Oberfläche und der Sargzone gefördert und Verwesungsstörungen des Leichnams vermieden.

Erfahrungsgemäß stellen mit Kies bedeckte Grabstätten lediglich eine Vorstufe hin zu ungepflegten Grabstätten dar.

Umbettungen von Verstorbenen

Umbettungen innerhalb der gesetzlichen Ruhefrist bedürfen laut Niedersächsischem Bestattungsgesetz der schriftlichen Genehmigung der zuständigen Ordnungsbehörde (hier: Gesundheitsamt der Stadt Braunschweig). Liegt diese gebührenpflichtige Genehmigung nicht vor, darf der Friedhofsträger keine Umbettung vornehmen.

Neben der Genehmigung des Gesundheitsamtes Braunschweig muss auch der Friedhofsträger nach den Vorgaben der Friedhofsordnung einer Umbettungzustimmen.
§ 29 der Friedhofsordnung für die Friedhöfe des Ev.-luth. Kirchenverbandes Braunschweig legt fest, dass die Ruhe der Toten grundsätzlich nicht gestört werden darf. Dies entspricht der herrschenden Rechtsmeinung. Denn nach der religiösen und sittlichen Anschauung des Volkes und nach allgemeinem Pietätsempfinden darf ein Toter, der einmal beigesetzt worden ist, in seiner Ruhe nicht mehr gestört werden, es sei denn, dass ganz besondere, ebenfalls auf sittlichem Gebiet liegende Gründe gegeben sind, hinter denen selbst die Achtung vor der Totenruhe zurückzutreten hat.

Damit der Friedhofsträger überprüfen kann, ob im Einzelfall ganz besondere Gründe gegeben sind, die es erlauben einer Umbettung zuzustimmen, muss der schriftliche Antrag auf Umbettung hinreichend begründet sein.
Zudem ist ein Nachweis nötig, dass und auf welchem Friedhof in welcher Grabstätte die Wiederbeisetzung der sterblichen Überreste erfolgt.
Antragsberechtigt ist der Nutzungsberechtigte der Grabstätte. Dieser hat sämtliche Aufwendungen zu tragen, die im Zusammenhang mit einer Umbettung anfallen; diese Aufwendungen sind im Voraus zu zahlen.

Durch eine Umbettung werden die Nutzungsrechte an einer Grabstätte grundsätzlich nicht berührt. Sollen die Nutzungsrechte an einer Grabstätte zum Zeitpunkt der Umbettung aber zurückgegeben werden, ist dies zu beantragen. Zudem ist anzugeben, was mit dem Grabmal geschehen soll (Entsorgung durch den Friedhofsträger, Abholung durch Steinmetzbetrieb, etc.).

Wie und mit wem suche ich eine Grabstätte aus?

Grabstätten werden stets gemeinsam mit Ihnen und einem unserer Mitarbeiter vor Ort auf dem Friedhof ausgesucht. Dafür bitten wir Sie, telefonisch mit uns einen Termin zu vereinbaren.
Feste Terminevereinbarungen haben sich sehr bewährt. Sie helfen lange Wartezeiten zu vermeiden. Und wir können Sie in aller Ruhe umfassend beraten, damit Sie die für Ihre Ansprüche und Wünsche passende Grabstätte finden.

Ahnenforschung/Suche nach Verstorbenen

Der Hauptfriedhof Braunschweig verfügt über handschriftliche Begräbnisregister, in denen alle Verstorbenen, die seit 1887 bestattet wurden, eingetragen sind.
Sie können schriftlich Auskünfte zu Verstorbenen beantragen, wenn Sie ein berechtigtes Interesse nachweisen. Für die Suche benötigen wir aufgrund der Systematik der Aufzeichnungen den Vor- und Zunamen und möglichst das genaue Sterbejahr.
Sie erhalten vn uns eine schriftliche Mitteilung über das Rechercheergebnis. Es handelt sich um besondere Leistungen, die laut § 6 der Friedhofsgebührenordnung nach Aufwand gesondert zu berechnen sind. Erfahrungsgemäß müssen Sie mit Gebühren von 10,00 bis 15,00 EUR pro Sterbefall rechnen.

Wie lange sollte ein Trauergottesdienst dauern?

Auf den Friedhöfen des Ev.-luth. Kirchenverbandes Braunschweig erfolgen Bestattungen in der Regel im Stundentakt und gliedern sich in folgende Phasen. Einlass der Trauergemeinde, Trauergottesdienst für den Verstorbenen, Auszug der Gemeinde mit dem Verstorbenen aus der Kapelle, Schließen der Türen, Reinigen der Kapelle, Aufbau und Dekoration für den nachfolgenden Trauergottesdienst.

Der eigentliche Trauergottesdienst sollte deswegen möglichst nicht länger als 20 Minuten dauern, um zeitliche Verzögerungen nachfolgender Feiern zu vermeiden. Ein verzögerter Einlass wird von vielen Menschen in dieser psychisch angespannten Ausnahmesituation als besonders verstörend empfunden.

Wenn absehbar ist, dass die Gestaltung eines Trauergottesdienstes den Zeitrahmen überschreiten wird, empfiehlt es sich von vornherein mit der Friedhofsverwaltung eine Doppelzeit zu vereinbaren. Dies kann der Fall sein, wenn etwa Familienangehörige, Freunde oder weitere Redner sprechen wollen, zusätzliche Musikstücke gewünscht werden oder aber eine große Trauergemeinde erwartet wird, so dass der Auszug länger als üblich dauert.

Wann beginnt der Einlass bei Trauergottesdiensten?

Wo befinden sich die öffentlichen Toiletten?

Hauptfriedhof

Öffentliche Toiletten befinden sich auf dem Hauptfriedhof Braunschweig direkt am Haupteingang im Pförtnergebäude.
Auf dem Friedhofsgelände finden Sie weitere Toiletten im Nebengebäude des Betriebshofs in Abteilung 46.

Ortsteilfriedhöfe

Auf den von uns verwalteten Ortsteilfriedhöfen sind KEINE öffentlichen Toiletten vorhanden.
Die Einrichtung von öffentlichen Toiletten ist im Hinblick auf die erheblichen Aufwendungen für den Bau und insbesondere den laufenden Betrieb nicht geplant.

Wohin kommen Urnen nach Ablauf der Ruhefrist?

Die Asche des Verstorbenen verlässt den Friedhof nicht. Nach Ablauf der Ruhefrist und Rückgabe der Nutzungsrechte an einer Grabstätte werden eventuell noch vorhandene Aschereste in die Urnensammelstelle auf dem Hauptfriedhof umgebettet. Die Urnensammelstelle befindet sich auf einer nicht öffentlich zugänglichen Rasenfläche auf dem Gelände der Friedhofsgärtnerei in Abt. 60 A.

Lockere Grabsteine

Ungepflegte Nachbargrabstätten

Wasser/Gießwasser/Brunnen auf den Friedhöfen

Das Wasser wird auf dem Friedhof bei frostfreier Witterung in der Regel ab Mitte März wieder angestellt. Bis sämtliche Absteller an den 150 Wasserbecken angestellt und das Leitungsnetz mit Wasser gefüllt ist, dauert es etwa 7 Arbeitstage.

Das Wasser wird in der Regel nach dem Ewigkeitssonntag abgestellt. Treten Nachtfröste bereits früher im Jahr auf, kann dieser Termin nach vorne verschoben werden.

In der Übergangszeit steht Ihnen auf dem Hauptfriedhof Gießwasser in den öffentlichen Toiletten am Haupteingang zur Verfügung. Die Wasseranschlüsse der Handwaschbecken sind so konstruiert, dass eine Gießkanne auf dem Boden stehend befüllt werden kann.

Vorzeitige Rückgabe der Nutzungsrechte

Eine vorzeitige Rückgabe der Nutzungsrechte an einer Grabstätte ist nur möglich, wenn die Ruhefristen für alle Verstorbenen bereits abgelaufen sind (§ 28 Absatz 7 der Friedhofsordnung). Die Rückgabe erfolgt entschädigungslos. Die für die Abräumung fälligen Gebühren sind vom Antragsteller im Voraus zu entrichten.

Beispiel 1:
Im Jahr 1984 wurde eine Familiengrabstätte für 50 Jahre Nutzungsdauer bis 2034 erworben und ein Verstorbener im Sarg bestattet. Die Ruhefrist des Verstorbenen lief nach 25 Jahren im Jahr 2009 ab. Eine vorzeitige, entschädigungslose Rückgabe ist seit 2010 möglich.

 

Bei laufenden Ruhefristen ist eine vorzeitige Rückgabe grundsätzlich nicht möglich. Sofern sie die Grabpflege nicht mehr selbst leisten können, sollten Sie die Nutzungsrechte an einen anderen Familienangehörigen mit dessen schriftlicher Zustimmung übertragen oder eine Friedhofsgärtnerei mit der Pflege beauftragen.

Beispiel 2:
Im Jahr 2000 wurde eine Urnenwahlgrabstätte für 20 Jahre bis 2020 erworben und es wurde eine Urne beigesetzt. Die Dauer der Ruhefrist der Urne beträgt 20 Jahre bis 2020. Da die Ruhefrist der Urne noch nicht abgelaufen ist, ist eine vorzeitige Rückgabe vor 2020 nicht möglich.

 

Im Einzelfall kann der Friedhofsträger bei einer nachgewiesenen besonderen persönlichen Härte aus Gründen der Barmherzigkeit über Ausnahmen befinden. Die Gebühren für die Abräumung der Grabanlage inklusive Stein und die Rasenpflege bis zum Ablauf der letzten Ruhefrist sind vom Antragsteller im Voraus zu entrichten.

Beispiel 3:
Sie belegen Ihren schriftlichen Antrag auf vorzeitige Rückgabe mit Attesten, die belegen, dass Sie selbst die Grabpflege nicht mehr ausführen können. Sie machen weiterhin Angaben, warum eine Übertragung der Nutzungsrechte und der Grabpflege auf andere Familienangehörige nicht möglich ist. Und Sie weisen durch geeignete Unterlagen nach, dass Ihnen eine Vergabe der Grabpflege an eine Friedhofsgärtnerei finanziell nicht zumutbar ist.

Befreiung von der Sargpflicht, Bestattung im Leichentuch

Das Niedersächsische Bestattungsgesetz sieht seit Dezember 2005 vor, dass beispielsweise aus religiösen Gründen bei der Bestattung auf einen Sarg verzichtet werden kann. Die Friedhofsverwaltung hatte 2006 aufgrund dieser Gesetzeslage für das muslimische Grabfeld in Abteilung 83 eine Ausnahmegenehmigung von der Sargpflicht beantragt und genehmigt bekommen. Seitdem können dort Bestattungen im Leichentuch erfolgen.

Tragen des Sarges durch Angehörige, Freunde oder Bekannte

Das Tragen des Sarges mit dem Verstorbenen aus der Friedhofskapelle zum Grab und das Absenken in die Gruft wird in dörflich geprägten Gebieten traditionell von Nachbarn, Freunden oder Vereinsmitgliedern übernommen. Es galt und gilt in vielen Kulturen bis heute als besondere Ehre, dem Verstorbenen diesen Dienst zu erweisen.
In städtischen Gebieten übernahmen diese Aufgabe schon früh professionelle Trägerdienste. Heute werden die Sargträger üblicherweise von den Angehörigen über das betreuende Bestattungsunternehmen bestellt.

Selbstverständlich ist es auf den von uns verwalteten kirchlichen Friedhöfen weiterhin möglich, dass etwa Angehörige, Freunde oder Vereinsmitglieder auf Wunsch den Trägerdienst verrichten können.
Dazu ist es erforderlich, dass der Antragsteller einer Erdbestattung schriflich gegenüber der Friedhofsverwaltung des Ev.-luth. Kirchenverbandes Braunschweig erklärt, dass er anerkennt, dass wir keine Haftung für Personen- und Sachschäden übernehmen und er uns diesbezüglich von allen Ansprüchen freihält.