Propstei Braunschweig

Propstei Braunschweig - Aufbau

Propstei Braunschweig

Die evangelisch-lutherische Propstei Braunschweig ist nach Kirchenmitgliedszahlen die größte der 13 Propsteien der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Braunschweig.
Die Propstei umfaßt 28 Kirchengemeinden. Jede Kirchengemeinde entsendet Synodale in die Propsteisynode.
Die Propsteisynode wählt den Propst/die Pröpstin, und den Propsteivorstand, der die Sitzungen vorbereitet und die Geschäfte der Propstei führt. Außerdem arbeitet die Synode in verschiedenen Ausschüssen.
Im Propsteivorstand arbeiten die Pröpstin, der Vorsitzende der Propsteisynode und weitere fünf gewählte Mitglieder der Propsteisynode zusammen.

Älteste Propstei der Landeskirche

Die Ev.-luth. Propstei Braunschweig ist die älteste von 13 Propsteien der Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig, genau genommen ist sie sogar älter als die Landeskirche selbst: In der Stadt Braunschweig und den zu ihr gehörenden Dörfern wurde die Reformation bereits 1528 von Luthers engem Mitarbeiter, Johannes Bugenhagen eingeführt. Erst 40 Jahre später folgte das gesamte Herzogtum, wodurch die Landeskirche entstand. Bis zur Eroberung der Stadt durch den Herzog im Jahre 1671 blieb die Propstei Braunschweig ein völlig unabhängiges Kirchengebiet in Deutschland, erst dann wurde sie in die Landeskirche integriert. Heute umfasst die Propstei 28 Kirchengemeinden mit rund 62.000 Gemeindemitgliedern.
Alle Richtungen des Kirchenbaus sind in unserer Stadt anzutreffen: Romanik und Gotik dominieren, aber auch die Neostile der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, die moderne Gestaltung der Nachkriegszeit können bewundert werden. Mit diesen wichtigen religiösen Kulturgütern hat die Propstei eine große Verpflichtung, bei der alle Bürgerinnen und Bürger zur Mithilfe aufgerufen sind, denn unsere Kirchen prägen das Braunschweiger Stadtbild.
Für Fragen und Anregungen stehen Ihnen die Mitarbeitenden im Propsteiamt gerne zur Verfügung.

Information über die Propstei Braunschweig

Die Propstei Braunschweig bilden gut 71.000 evangelische Christen in 28 Kirchengemeinden innerhalb der Stadt Braunschweig. Sie betreiben 24 evangelische Kindertagesstätten, 4 Kinder- und Jugendzentren und einen Aktivspielplatz, sowie Schulkindbetreuung an 10 Grundschulen. 12 Posaunenchöre sind in der Propstei Braunschweig zuhause und im Mai 2018 übernehmen 226 gewählte und berufene Kirchenvorsteherinnen und -vorsteher ihr Amt in den neuen Kirchenvorständen.

Herausragendes wie Notwendiges ist in der Vielfalt der Stadt schnell übersehen. Daher braucht es besondere Aufmerksamkeit für Hilfebedarfe, Armut und Not, um in der Stadt gut zusammenzuleben. Mit der Einführung des „Armenkastens“ hat Johannes Bugenhagen vor 490 Jahren das Thema soziale Gerechtigkeit in den Blick genommen und dem evangelischen Braunschweig ein Instrument in die Wiege gelegt. Heute hat die Propstei die Telefonseelsorge und die mit Uns-Gemeinde als inklusiven, kirchlichen Ort in eigener Trägerschaft. Die Diakonie im Braunschweiger Land ist der Propstei und ihren Gemeinden ein wachsamer und verlässlicher Kooperationspartner und Träger von Einrichtungen und Projekten, von denen manche gemeinsam entwickelt wurden. Kleine, mittlere und große Einrichtungen der Evangelischen Stiftung Neuerkerode und weiterer diakonischer Träger tragen darüber hinaus zu einem solidarischen Miteinander in der Großstadt bei.

Braunschweig als zweitgrößte Stadt Niedersachsens ist nicht nur Oberzentrum, sondern hat als Stadt der Wissenschaft 2007, als Kultur- und als Wirtschaftsstandort Vieles zu bieten. Kirchliche, kulturelle und institutionelle Vielfalt, wie auch die Lebensgeschwindigkeit in der Stadt prägen das Leben der Menschen. Insbesondere in der Innenstadt nehmen Menschen Einkaufs-, Freizeit- und Tourismusangebote wahr, zu denen die Innenstadtkirchen mit ihrem kulturellen Erbe und ihren aktuellen Angeboten gehören.

In 36 Kirchengebäuden werden in der Propstei Braunschweig Gottesdienste gefeiert. Sie spiegeln die Geschichte der Stadt: Außer den mittelalterlichen Stadtkirchen Dom St. Blasii, St. Andreas, St. Katharinen, St. Martini und St. Magni haben auch kleinere Kirchen wie St. Nikolai in Melverode oder die Kreuzkirche, ehemalige Dorfkirchen wie St. Johannes in Hondelage oder St. Ägidien in Rautheim und die Theodor-Fliedner-Kirche im Marienstift bedeutende oder spannende Geschichten zu erzählen. Zahlreiche Kirchen wurden im 20. Jahrhundert mit dem Wachsen der Stadt gebaut; exemplarisch seien im Ringgebiet St. Jakobi (1905), in neuem Stadtviertel die Bugenhagenkirche in Gliesmarode (1932), als Nachkriegsbau die Christuskirche am Schwarzen Berg, und als jüngste Kirche in der Propstei St. Markus in der Südstadt (1999) genannt.

Die Botschaft vom Salz der Erde und Licht der Welt, das den Menschen Gottes Liebe verheißt und Frieden wirkt, ruft die Christen in der Propstei auf, das Geschehen in der Stadt zum Wohl der Menschen unabhängig zu denken und mitfühlend zu begleiten.