Siedlung „Zum Ölpersee“ – so nennt sich die kleine Gemeinschaft zwischen der Hamburger Straße - gleich hinter dem Freizeitbad „Wasserwelt“ - und der Uferstraße, die entlang der Oker zum Ölpersee führt.
17 Grundstückseigentümer leben hier seit vielen Jahren in einem guten Miteinander, die Hälfte sind Sinti Familien. Einige ihrer Vorfahren lebten schon vor dem zweiten Weltkrieg an dem Ort der heutigen Siedlung, der ihnen damals von der Stadt Braunschweig zugewiesen wurde. Erste behelfsmäßigen Unterkünfte entstanden, die geduldet wurden. Die Nazis deportierten einige der Sinti-Familien und ermordeten sie in Auschwitz und anderen Konzentrationslagern. Überlebende kehrten nach Braunschweig zurück und schufen sich hier ein Zuhause.
Nun ist ihre Zukunft bedroht. 2023, nach über 70 Jahren, nahm die Stadt Braunschweig die stille Duldung zurück – die Häuser sollen über kurz oder lang abgerissen werden. Ein Schock für alle Anwohnerinnen und Anwohner!
Der Film stellt sie vor und sie erzählen ihre Geschichte.
Im Anschluss ein Gespräch mit dem Regisseur Mario Asef und Kurt Braun, als Vertreter der Siedlung
Vortrag: "80 Jahre Heimat, Geschichte und Verantwortung – Zur Situation der Sinti in Braunschweig am Ölper See"
Referent: Ricardo Tietz, Niedersächsischer Verband deutscher Sinti e.V.
Anschließend findet ein Gespräch mit dem Publikum statt.
Veranstalter und Unterstützer:
-Bewohnerinnen u. Bewohner der Siedlung Zum Ölpersee

