Wer eine Hochzeitsfeier organisiert, muss rechtzeitig und detailliert planen, vieles bedenken, über ein ausreichendes Budget verfügen und starke Nerven haben. Doch es geht auch einfacher: An St. Martini wird am Pfingstsamstag, 23. Mai, von 11 bis 17 Uhr erstmals eine „Trauung to go – Segen für zwei“ angeboten, kirchlich, würdevoll und unkompliziert, wie es in der Ankündigung heißt. „Wir wenden uns an Paare, die sich kirchlich trauen lassen möchten oder sich als Paar segnen lassen wollen“, sagt Pfarrerin Dr. Vanessa Viehweger, die am Pfingstsamstag gemeinsam mit Pfarrerin Anne-Lisa Amoussou und Pfarrer Thomas Vogt vor Ort ist.
Wer mag, kann sich schon jetzt im Gemeindebüro von „Martini zu Dritt“ anmelden (Telefon 0531-82834) oder am Pfingstsamstag ganz spontan in der Kirche vorbeikommen. Im Gemeindebüro gibt es auch weitere Informationen. Für die kirchliche Trauung in der Martinikirche sind einige Formalitäten erforderlich, wie Ausweise und der Nachweis der standesamtlichen Eheschließung, außerdem muss mindestens eine Person evangelisch sein. Segnen lassen können sich hingegen alle Paare – ohne formale Voraussetzungen. Das können auch diejenigen sein, die bereits seit Jahren verheiratet sind, gleichgeschlechtliche Paare, Queere oder Transpersonen sind ebenfalls willkommen.
Vor der kirchlichen Trauung findet ein kurzes Gespräch zum Kennenlernen statt, damit in der etwa 15 Minuten dauernden Zeremonie Persönliches über das Brautpaar zur Sprache kommen kann. Darüber hinaus kann sich das Paar einen Trauspruch aussuchen und zwei Musikstücke aus einer vorhandenen Liste, die Gemeindekirchenlieder enthält wie „Lobe den Herren“ oder Poppiges, beispielsweise von Phil Collins.
Doch was wäre eine Hochzeit ohne Blumen? Küsterin Silke Jenewein wird die Kirche am Pfingstsamstag besonders festlich dekorieren und die Paare können bei ihr einen hübschen Brautstrauß erwerben. Wer mag, kann auf eigene Kosten Fotos machen lassen. Und nach dem Ja-Wort oder dem Segen können die Paare bei einem Sekt auf ihre gemeinsame Zukunft anstoßen. Gäste sind übrigens willkommen.
Nach Einschätzung von Pfarrerin Viehweger hat eine „Trauung to go“ gegenüber einer herkömmlichen viele Vorteile. Da es keinen organisatorischen Aufwand gibt, kann sich das Paar ganz auf sich und das Miteinander konzentrieren, ohne zu überlegen, ob alles perfekt läuft. Dass es sich um eine rechtlich gültige evangelische Trauung handelt, ist wichtig für alle, die sich das Ja-Wort vor Gott geben wollen. „Es gibt einen stillen Moment nur für zwei und steht einer anderen Trauung in nichts nach“, sagt die Pfarrerin.

