A-cappella und Pop, traditionelle Kirchenmusik, Gospel, griechische Volksmusik und vieles mehr – wer Chormusik liebt, sollte die Nacht der Chöre am Freitag, 8. Mai, in Braunschweiger Innenstadtkirchen nicht verpassen. Mehr als 20 Chöre vom kleinen Ensemble bis zur großen Kantorei präsentieren von 19 Uhr an ihr Können und führen Chormusik aus unterschiedlichen Epochen und Stilrichtungen auf. „Wir zeigen Braunschweig als Chorstadt mit einem großen Reichtum an verschiedenen Gruppen, kirchlichen und weltlichen“, sagt Propsteikantor Hanno Schiefner, der den Abend gemeinsam mit Pfarrer Jakob Timmermann und Domkantorin Elke Lindemann organisiert.
Besucherinnen und Besucher können in der Zeit von 19 bis 22 Uhr von Kirche zu Kirche schlendern und dort die große Bandbreite der Chormusik kennenlernen und die Freude am gemeinsamen Singen – oder sie lauschen einfach den verschiedenen Chören, die in einer Kirche zu hören sind. Veranstaltungsorte sind St. Aegidien, St. Magni, St. Martini und St. Petri, in jeder Kirche sind mindestens fünf Gruppen zu hören. Im Dom findet die öffentliche Probe eines Oratoriums statt. „Wir wollen Gruppen eine Bühne bieten, die hier sonst nicht singen“, sagt Schiefner und verspricht „eine schöne Atmosphäre mit viel Musik“. „Das ist eine Besonderheit“, ergänzt Domkantorin Elke Lindemann, schließlich findet die Nacht der Chöre in dieser Form erstmals in Braunschweig statt. Mit dabei sind Akteure von 10 bis über 90 Jahren.
So ist in St. Aegidien neben dem Braunschweiger Senioren-Rockchor auch der Deutsch-Griechische Chor zu hören. In St. Magni bietet das Gesangensemble Prismissimo anspruchsvolle Vokalmusik, in St. Martini tritt als größter der beteiligten Chöre die Braunschweiger Seniorenkantorei auf. Wer Gospel liebt, sollte St. Petri besuchen, dort kann man unter anderem dem „Embrace Gospel Choir“ und dem Chor „True Words“ in St. Petri lauschen. Das komplette Programm findet sich unter www.propstei-braunschweig.de/nacht-der-choere oder auf Flyern, der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.
Im Dom beginnt bereits um 18 Uhr die öffentliche Probe für die Uraufführung des Oratoriums „Zu finden, was verloren schien“ von Thomas Gabriel und Eugen Eckert. Mit dabei sind rund 200 Mitwirkende, vom Vokalensemble über die Jugendkantorei, Kurrenden, ehemaligen Domsingschülern bis zum Domsinfonieorchester. Die Aufführung des Oratoriums findet am Samstag, 9. Mai, um 19 Uhr im Dom im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums der Domsingschule statt. Im Dom endet auch die Nacht der Chöre um 22.15 Uhr mit einer Andacht, den Abendsegen hält der ehemalige Domsingschüler Philipp Meyer, Pater in Maria Laach.

