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09.10.2026 Kategorie: Propstei

Gemeinsame Spendenkampagne

für das Dach der Klosterkirche Riddagshausen, am 15.10.2026, 11 Uhr, an der Klosterkirche

Bundesweite und regionale Sammlung für bedeutendes frühgotisches Bauwerk

Die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, die Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Riddagshausen-Gliesmarode, der Förderverein Riddagshausen – Naturschutz und Bürgerschaft e. V.  und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) haben gemeinsam eine Spendenkampagne auf den Weg gebracht, damit das schwer geschädigte Dach der Klosterkirche St. Maria, eine der bedeutendsten Zeugnisse der frühen Gotik in Norddeutschland, wieder instandgesetzt und das national bedeutsame Kulturdenkmal vor weiteren Beschädigungen bewahrt und dauerhaft gesichert werden kann.

Bei einem gemeinsamen Termin am Donnerstag, 15. Oktober 2026, um 11.00 Uhr vor Ort an der Kirche informieren die Beteiligten über die gemeinsame Kampagne und darüber, wie sich Bürgerinnen und Bürger für den Erhalt der Klosterkirche einbringen können. Der Auftakt der Spendenkampagne fand bereits am Tag des offenen Denkmals statt.

Eine Dachstuhlführung wird die Dimension der Schäden, darunter geschädigte Verbindungen zwischen Sparren und Dachbalken und eindringende Feuchtigkeit, und die Dringlichkeit der geplanten Instandsetzung sichtbar machen. Zudem wird darüber informiert, welche Sanierungsmaßnahmen konkret vorgenommen werden müssen. Die umfassende Sanierung des Dachs wird voraussichtlich rund drei Millionen Euro kosten.

Für die dringend notwendigen Arbeiten am Kirchendach fehlen noch 200.000 Euro. Um diese Lücke zu schließen, werden private Spenden benötigt. Dafür wird nicht nur regional um Spenden geworben, sondern auch bundesweit durch MONUMENTE, das Magazin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, das am 26. September 2026 erschienen ist. Die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz als Eigentümerin der Kirche, die Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Riddagshausen-Gliesmarode, der Förderverein Riddagshausen – Naturschutz und Bürgerschaft e. V. und die DSD wollen dieses Ziel gemeinsam erreichen, um die rund 750 Jahre alte Klosterkirche als Zentrum der Klosteranlage dauerhaft zu bewahren.

Die Kirche wurde zwischen 1216 und 1275 errichtet, ist der Heiligen Maria geweiht, und gilt als eines der ältesten erhaltenen frühgotischen Bauwerke Norddeutschlands. Mit ihrem kreuzförmigen Grundriss, dem rechteckigen Umgangschor und ihrer zurückhaltenden, zugleich eindrucksvollen Architektur ist sie ein herausragendes Beispiel zisterziensischer Baukunst. Ihre imposante Gestalt und Größe ist auf eine Förderung des Klosters durch Kaiser Otto IV. zurückzuführen. Der Innenraum der Klosterkirche wurde, so verlangten es die Ordensregeln, von den Mönchen mit pflanzlichen Formen verziert. 

Nach Zerstörungen und Plünderungen endete 1568 das zisterziensische Klosterleben. Die Klosterkirche wurde evangelisch-lutherische Gemeindekirche und ist es bis heute. Ihre bedeutende hölzerne Ausstattung wie Taufdeckel, Lettner und Hochaltar sind aus dem 17. und 18. Jahrhundert erhalten. Außerdem erhalten sind das romanische Nordtor mit Torkapelle und Pförtnerzelle, mehrere Hundert Meter Klostermauer, die Frauen- und Fremdenkapelle und die Siechenkapelle. Die Klausur mit Kreuzgang verfiel nach dem Ende des Klosterlebens und wurde im 19. Jahrhundert abgebrochen.

Die Klosterkirche Riddagshausen ist heute Gotteshaus, Kulturort und beliebtes Ziel für Besucherinnen und Besucher aus der gesamten Region.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zu spenden, gibt es unter www.denkmalschutz.de/klosterkirche-riddagshausen

Spendenkonto
Deutsche Stiftung Denkmalschutz
IBAN: DE71 500 400 500 400 500 400
Verwendungszweck: PR08125-01X
Klosterkirche Riddagshausen
Online spenden: www.denkmalschutz.de/spende-klosterkirche-riddagshausen